30 Monate Haft wegen Spielsucht

In den USA geht man sehr scharf gegen Spielsüchtige vor. Das musste nun auch Khang Ngyuen Le erfahren. Der Mönch hatte im März 2016 zugegeben, unter Spielsucht zu leiden. Aufgrund seines Verhaltens, das sich aus dieser Sucht ergab, wurde er nun verurteilt. Er muss für 30 Monate ins Gefängnis, und die darüberhinaus auferlegte Geldstrafe liegt bei 260.000 Dollar.
Khang Ngyuen Le ist seit vielen Jahren in der vietnamesischen Buddha-Gemeinde in Louisana als Mönch tätig. Wirklich aufgefallen ist er nie – bis zu diesem Tag im September 2015, als ihn die Polizei am Flughafen in New York abfing und gleich in Haft nahm. Der Grund: Bereits seit Januar 2013 stahl der Mönch Schätzungen zufolge weit über 260.000 Dollar. Das Geld entnahm er den Kirchenspenden. Aufgefallen sind seine Taten zunächst nicht, doch inzwischen lassen sich die Diebstähle sogar bis August 2014 nachvollziehen. Mit den Kirchengeldern war es Khang Ngyuen Le möglich, seiner Leidenschaft nachzugehen: dem pathologischen Black Jack Spiel. Das Gericht verurteilte ihn zur Rückzahlung des Betrags. Gleichzeitig wird der Mönch für 30 Monate ins Gefängnis verbracht.

Mönch bediente sich an Kirchengeldern

Offiziellen Angaben zufolge verdiente der Vorsteher der Gemeinde rund 1.000 Dollar pro Monat. Wer jedoch an Spielsucht leidet und Black Jack im Übermaß spielt, für den ist diese Summe definitiv nicht genug. Was also tun? Der Mönch fand seinen Weg und finanzierte die Besuche im Casino mit Geldern, die von den Gemeindemitgliedern gespendet wurden. Im Schnitt begab sich Khang Ngyuen Le alle zwei Tage in die Spielbank, wo er jedes Mal bis zu 10.000 Dollar verzockte. Die Konten der Gemeinde wurden indes geplündert – allerdings so unauffällig, dass bis Mitte 2014 niemand etwas bemerkte. Auch im Casino selbst spielte der Mann eher dezent, seine Besuche machte er allein. Am Flughafen in New York wurde er letztlich inhaftiert, nachdem er aus Dallas zurückgekommen war. Bei der Vernehmung gab er direkt zu, bis zu 370.000 Dollar seit 2011 verspielt zu haben. Auch die Tatsache, dass die Kirchengelder herhalten mussten, verbarg der Mönch nicht.

Harte Strafe – und schlimme Folgen der Spielsucht

2014 fiel Khang Ngyuen Le auf, und seither stand er unter Beobachtung der Polizei, die nun angab: „Le hatte uns gestanden, dass er 2011 oder 2012 mit dem Spielen begonnen hatte. Er brauchte für jeden Casino-Besuch zwischen 5.000 und 10.000 Dollar. Und das alle zwei bis drei Tage. Er spielte nur an den Blackjack-Tischen. Er hatte damals schon über seine Spielsucht Bescheid gewusst. Er hatte auch zugegeben, die Spielsucht mit Geldern der Gemeinde finanziert zu haben.“
Nachdem Le ein ausführliches Geständnis abgelegt hatte, wird er sich nun für seine Taten verantworten müssen. Die 30-monatige Haftstrafe tritt er in Kürze an.

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