Ärger um Casino Werbung

Während gerade dem Montesino in Wien die Damenabende wegen Ungleichbehandlung von Männern untersagt hat, scheint es in Deutschland nicht das gleiche Problem zu geben. Hier haben nämlich die Casinos in Nordrhein-Westphalen gerade einen Männerabend in Planung. Dabei soll mit dem Slogan „It’s a man’s world“ neue Spieler in die Spielbanken gelockt werden. Um damit natürlich vor allem wieder mehr Geld zu verdienen und aus den roten Zahlen heraus zu kommen.

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Bei diesen Männerabenden soll dann natürlich alles angeboten werden auf was Männer so stehen. Von heißen Hostessen, die man schon auf dem Werbeplakat sehen kann, über Torwandschießen, Freibier und natürlich auch verschiedenen Glücksspielen. Die männlichen Gäste sollen es sich richtig gut gehen lassen und dabei dann natürlich auch gefallen an der Tatsache finden in der Spielbank zu spielen.

Landesregierung zum Handeln aufgefordert

Die Spielcasinos in dem deutschen Bundesland laufen ja nicht wirklich gut. Schon mit dem Verkauf von zwei Warhol Bildern hat man nicht gerade für ein positives Image gesorgt und nun folgt der nächste Schritt. Brisant dabei ist natürlich vor allem die Tatsache, dass über Umwege die Casinos ein Tochterunternehmen des Landes sind. Und die Landesregierung hat sich den Kampf gegen überkommene Rollenbilder auf die Fahne geschrieben.

Das nun ihr unterstelltes Unternehmen diese Rollenbilder komplett und wirklich auf tiefster Ebene bedient kommt daher natürlich nicht so gut. Und nicht nur der politische Gegner ist mehr als verstimmt, auch die Grünen sind nicht wirklich zufrieden mit dieser Kampagne und fordern daher die Verantwortlichen der Westspiel Gruppe auf sie zu unterlassen.

Seriosität und Verantwortung mit Füßen getreten

Das Problem an dieser Werbekampagne ist auch für die Landesregierungen der Bundesländer, dass sie wieder einmal die Begründung für das Glücksspielstaatsmonopol ad absurdum führt. Denn die Politik begründet es immer wieder mit der Tatsache, dass nur ein staatliches Monopol ein sicheres Casino Spiel, den Spielerschutz und entsprechende Seriosität gewährleisten kann. Aber bei solch einer Werbeaktion von seriösem und verantwortungsvollen Verhalten zu reden ist wirklich übertrieben.

Eher das Gegenteil ist der Fall. Denn diese Werbemaßnahme zeigt, dass sobald es um die Möglichkeit zusätzlicher Einnahmen und damit auch zusätzliche Spieler anzulocken alles andere egal ist. Da ist man dann bereit Wege zu gehen, die vielleicht je nachdem wie sie ausgestaltet sind nicht gegen Gesetze verstoßen, aber zumindest ziemlich anrüchig und unangenehm sind. Bleibt abzuwarten ob man von Seiten der Casino Leitung hier genau wie bei dem Bilderverkauf seinen Kopf durchsetzen wird und wie lange sich die EU so etwas noch anschaut.

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