Alte Casinos – drei Bewerber

Die Spielbanken in Mecklenburg-Vorpommern laufen mehr schlecht als recht. Seit mehreren Jahren kämpfen sich die aktuellen Casino Betreiber mühsam durch, denn es kommt einfach viel zu wenig Geld rein. Auch an Besuchern scheint es den Unternehmen in dem Bundesland zu mangeln. Trotz aller negativen Aspekte scheinen sich trotzdem gleich mehrere Unternehmer für die Spielbanken-Konzessionen zu interessieren, die in Kürze wieder neu vergeben werden sollen. Drei Bewerber hat Mecklenburg-Vorpommern bereits für sich gewinnen können. Wer den Zuschlag erhält, das steht allerdings noch nicht fest.

Drei Bewerbungen liegen vor

Der Sprecher der Schweriner Innenministeriums gab bekannt, dass sich bereits drei Bewerber gemeldet haben. Sie offerieren ihr Interesse an den im Februar ausgeschriebenen Konzessionen für die Spielbanken der Region. Bisher wurde jedoch noch kein Name genannt. In diesem Punkt hält man sich im Innenministerium bewusst zurück. Immerhin wurden wohl schon Unterlagen von den besagten Bewerbern abgegeben. Sie muss man nun ausgiebig prüfen, um eine Entscheidung treffen zu können. Das Ministerium hat die Gültigkeit der Spielbanken-Konzessionen auf 10 Jahre festgesetzt. So lange dürfte der neue Inhaber der Lizenz Spielbanken erbauen und betreiben. Schwerin und auch Warnemünde haben derzeit keine Casinos mehr, da ihre Konzessionen bereits Mitte letzten Jahres abgelaufen sind. 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten sich daraufhin um neue Anstellungen kümmern, denn die Spielbanken waren anscheinend nicht mehr zu retten.

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Hoffnung für alte Spielbanken?

In Bing, Stralsund und Heringsdorf werden die aktuellen Konzessionen im kommenden Monat auslaufen. Welche Zukunft die dortigen Mitarbeiter haben, weiß niemand. Die Betreiber der drei Unternehmen haben keine Anträge gestellt, die es ermöglicht hätten, die Konzessionen eventuell zu verlängern. Möglicherweise haben sie sich gezielt dagegen entschieden, denn wie eingangs bereits erläutert, haben es diese Spielbanken derzeit schwer und müssen mehr als nur kämpfen, um überhaupt die Kosten decken zu können. Die Umsätze waren gering, die Spielbankenabgabe dagegen enorm hoch. Aus ähnlichen Gründen schloss das Casino in Waren an der Müritz bereits vor rund vier Jahren. Die Zukunft für die noch verbleibenden Spielbanken könnte durch einen neuen Bewerber gesichert werden – sofern denn jemand Interesse daran hat, den Spielsälen in Mecklenburg-Vorpommern neues Leben einzuhauchen.

Ungewisse Zukunft

Nicht nur in dem Bundesland geht es in Sachen lokales Glücksspiel schleppend weiter. Auch Österreich und andere angrenzende Länder sind davon betroffen. Man mag sich nicht ausmalen, wie es künftig aussieht und ob es womöglich schon in wenigen Jahren überhaupt keine örtlichen Spielbanken mehr geben wird. Den drei Bewerbern im Osten Deutschlands sei es gegönnt, dass sie mit ihrem „Rettungsversuch“ neue Wege gehen und wieder Kunden für sich begeistern.

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