Angst um Spielhallen

Die Spielhallen-Unternehmen Bremens sind aktuell nicht gerade das, was man positiver Dinge nennt. Wenn es um ihre Branche geht, dann kann man tatsächlich nur Schwarz sehen. Sollten sich neue Gesetze durchsetzen, wird es künftig sehr schwer für viele Betreiber, ihre Unternehmen am Leben zu erhalten. Das Problem ist nicht nur, dass mehr und mehr Spielhallen in Bremen schließen müssen. Auch ist die Sorge um Kunden groß, denen ganz offensichtlich kaum eine andere Option bleibt als sich illegalen Anbietern zuzuwenden – offline, aber auch im Internet. Dass es überhaupt so steil bergab gehen kann, das liegt an verschiedenen Dingen. Die Reglementierung des neuen Spielhallengesetzes macht den Betreibern schwer zu schaffen. Hinzu kommt, dass schon in drei Jahren alle Konzessionen neu „gemischt“ und vergeben werden. Viele Betriebe stehen damit schon jetzt nahezu vor ihrem Aus, doch kämpfen wollen sie trotz alledem.

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Bremen trifft es besonders hart

Im Nordwestdeutschen Automatenverband macht sich Unmut breit. So teilte die Vorsitzende, Sabine Dittmers-Meyer, in einem Interview mit: „Wir werden komplett enteignet“. Sofern sich die Reglementierung und Neuvergabe der Konzessionen so gestalten wie aktuell geplant, wird es rund der Hälfte aller in Bremen ansässigen Spielhallen sprichwörtlich an den Kragen gehen. Lediglich 50% der aktuell 170 Konzessionen sollen 2017 vergeben werden. Das bedeutet nicht nur eine weitaus geringere Auswahl an Betrieben, denen sich Kunden zuwenden können. Auch kostet diese Einschränkung ganze 380 Jobs. Was aus den aktuellen Angestellten wird, ist unklar. In jedem Fall müssen sich diese Mitarbeiter schon bald um eine neue Anstellung kümmern. Simone Storch, die Geschäftsführerin des Bundesverbands der Automatenunternehmen, gibt außerdem zu verstehen: In Niedersachsen wurde nicht so viel Druck von Seiten der Politik ausgeübt. Zwar müssen sich die Spielhallenbetreiber auch dort auf Umstellungen und Einschränkungen einstellen, doch Bremen trifft es im Vergleich offenbar deutlich härter.

Etliche Spielhallen müssen schließen

Zwar sind die verbleibenden rund 3 Jahre relativ viel Zeit, sich auf die neue Situation und drastische Änderungen einzustellen. Dass an der Eindämmung der Konzessionen allerdings viele Existenzen hängen, scheint der Politik wohl vollkommen egal zu sein. Letztlich scheint sich auch niemand wirkliche Gedanken darüber zu machen, wie stark die Illegalität nach Eintritt der Änderungen präsent sein wird. Schlussendlich gibt es schon jetzt viele Hinterhof-Betreiber, die illegal Casino Spiele und Poker anbieten. Online sieht es nicht besser aus, denn Kunden neigen oftmals dazu, sich mit dem nächstbesten Spielcasino zu vergnügen, anstatt die Unternehmen kritisch zu begutachten.

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