Ausraster im Casino

Man kann sich natürlich darüber aufregen, wenn es mit dem Gewinnen im Casino nicht so klappt wie erhofft. Ein Gast in der Spielbank hat es mit der Aggression allerdings ziemlich übertrieben und ist vollkommen ausgerastet. Nun hat ihn das Gericht zu einer „harmlosen“ Geldstrafe verurteilt. Sollte er die angegebene Summe rechtzeitig bezahlen, wird es tatsächlich sofort zu einer Einstellung des Verfahrens kommen.
Gäste und Mitarbeiter im Casino Bregenz stehen zum Teil noch immer unter Schock. Schuld daran ist ein Spieler, der das Personal massiv bedrohte, sogar von Mord sprach. Das Landgericht in Feldkirch klagte den Gast an und sprach ein für die meisten Betroffenen schlichtweg unfassbares Urteil. 600 Euro soll der Arbeitslose zahlen. Das Urteil, das vom zuständigen Richter Wilfried Marte gesprochen wurde, ist zwar noch nicht rechtskräftig, aber dennoch unverständlich. Sobald die Summe ans Gericht bezahlt wird, stellt man das Verfahren sofort ein. Bisher hatte sich der 43 Jahre alte Mann nichts zu Schulden kommen lassen. Und auch nach Bezahlen der Geldbuße ist er weiterhin nicht vorbestraft.

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Extremer Ausraster mit harmlosen Folgen

Dass sich sowohl die Staatsanwaltschaft als auch der Angeklagte selbst mit einer Diversion einverstanden erklärten, ist für diejenigen, die so massive Morddrohungen zu hören bekamen, sicherlich nicht das, was man unter „gerecht“ versteht. Da der Schuldige allerdings seine Tat sofort zugab und Reue zeigte, drohen ihm keine schwereren Strafen. Ein weiterer Vorteil für ihn ist die Tatsache, dass er bisher noch nie eine Straftat begangen hat. Unter extremem Alkoholeinfluss rastete er am 1. Dezember des vergangenen Jahres aus. Warum, das wurde vor Gericht nicht genauer erläutert. Bedroht wurden in dem Zeitraum drei Mitarbeiter der Spielbank – darunter der Saalchef sowie eine Rezeptionistin und sogar ein Sicherheitsmann. Der Täter drohte damit, sich eine Waffe zu besorgen, um die Angestellten „abzuknallen“. Er gab an, die Pistole bereits im Auto mit sich zu führen. Einen Mitarbeiter sprach er dabei gezielt an, sagte, er würde ihn zuerst abknallen.

Urteil noch nicht rechtskräftig

Nach einem recht beeindruckenden Hin und Her gelang es dem Sicherheitspersonal des Casinos, den randalierenden Gast vor die Tür zu setzen. Dann allerdings steigerten sich seine Aggressionen noch mehr. Noch bevor es zu der Verhandlung kam, hatte sich der Mann offiziell schriftlich bei dem Mitarbeitern für seine Tat entschuldigt und um Verzeihung gebeten. Der Randalierer wurde einige Stunden nach dem Ausraster überprüft und man stellt einen Alkoholwert von 1,47 Promille fest. Zum Zeitpunkt seiner Tat muss er noch wesentlich mehr Alkohol im Blut gehabt haben.

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