Außergerichtliche Einigung

Es wäre das sichere Mittel um reich zu werden. Erst im Casino oder einer Spielbank auf dicke Hose machen und anschließend wenn es dann doch nicht so läuft das Geld zurück verlangen. So machte es auf jeden Fall jetzt ein Spieler des Casinos in St. Gallen. Er verklagte die Spielbank und forderte seinen Verlust von 1,6 Millionen Euro zurück. Nun gab es eine außergerichtliche Einigung.

Mr. Green Spielcasino

um echtes geld spielen

Jedoch so einfach ist die Sache auch nicht. Denn der Vorarlberger gab an, dass er Spielsüchtig gewesen sei und das Casino dieses auch hätte merken müssen. Er hätte also einfach gesperrt werden müssen und sie hätten ihn nicht weiter Poker, Roulette und die anderen Spiele zocken lassen dürfen. Doch zunächst sah man sich auf Seiten der Spielbank keiner Schuld bewusst. Doch das scheint sich nun geändert zu haben, denn ansonsten hätte man sich nicht überraschend auf die Einstellung des Verfahrens geeinigt.

Außergerichtliche Einigung ohne Begründung

Das Problem an der Sache ist, dass es nach aktueller Rechtsprechung durchaus möglich ist, dass sich zwei streitende Parteien auch außergerichtlich einigen. Das an sich ist ja nicht so wirklich schlimm oder schlecht. Das Problem ist bloß, die Öffentlichkeit und auch das Gericht erfährt im Normalfall nichts von den dabei getroffenen Vereinbarungen.

Es ist also nicht klar auf was sich die beiden Parteien genau geeinigt haben. Ob eventuell das Casino eingesehen hast, dass sie doch früher hätten reagieren müssen, oder ob der Spieler eingesehen hat, dass er keine Chance hat. Das Gericht hat sich jedenfalls im Vorfeld nicht wirklich dazu geäußert wie das Urteil aussehen könnte. Es wären immer noch beide Szenarien möglich gewesen. Allerdings war es durchaus wahrscheinlich, dass der Spieler wie in früheren Fällen das Geld nicht zurück erstattet bekommt.

Angeklagter noch in weiteren Strafverfahren

Wenn ein Spieler einfach mal so knapp zwei Millionen Euro verspielen kann, dann war er entweder sehr reich oder hat sich gleichzeitig noch das Geld auf anderen Wegen beschafft. Bei dem angeklagten Vorarlberger war zweiteres der Fall. Er hat nämlich Freunde und Verwandte betrogen und sie so um 800.000 Euro erleichtert.

Dieses Urteil steht aktuell noch aus. Hier geht es um eine Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Hier ist das Endgültige Urteil noch nicht gesprochen. Es ist noch ein Einspruch beim Obersten Gerichtshof anhängig. Doch selbst Experten sehen hier wenig Chance. Allenfalls kann die Strafe etwas reduziert und noch auf Bewährung ausgesetzt werden.

 

Kommentare zu Außergerichtliche Einigung