Behörden gegen Glücksspiel

Österreich hat es wirklich schwer, gegen illegales Glücksspiel anzukommen. Die Betreiber verteilen sich mehr und mehr auf Innenviertel. Schon lange fokussieren sich solche Hinterstübchen nicht mehr nur auf die zentralen Orte der Großstädte. Umso komplizierter ist es, die illegalen Geräte und Pokerpartien ausfindig zu machen. Selbst die angepriesenen Geldstrafen zeigen nicht die erhoffte Wirkung. Viele Lokalbetreiber stellen fleißig Automaten auf, ohne dies überhaupt zu dürfen. Nun will sie die Bezirkshauptmannschaft Schärding endlich gegen diese Unternehmer durchsetzen.

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Österreich sagt Betreibern den Kampf an

Wer sich mehrfach beim Betrieb illegaler Automaten erwischen lässt, dem drohen in Zukunft deutlich höhere Strafen. Statt einer Geldbuße kommt es im schlimmsten Fall zur kompletten Schließung der Filiale. Bereits jetzt gibt es in Schärding zwei Betriebe, denen genau diese Konsequenzen drohen. Noch ein Verstoß, und dann ist ein- für allemal Schluss mit lustig.

Verstöße werden geahndet

Im Interview sagt die Bezirkshauptmannschaft dazu: „Es gibt auch in unserem Bezirk Betriebe, die immer wieder Probleme machen. In einigen Fällen haben bereits verhängte Strafen offenbar nicht die nötige Wirkung erzielt: Laut Experten lassen sich bis zu 30.000 Euro „Erlös“ pro illegalem Glücksspielautomat pro Monat machen – an der Steuer vorbei. Wir haben konkrete Betriebe im Visier und ziehen die Möglichkeit der Betriebsschließung durchaus in Betracht.“

Verdacht rechtfertigt Maßnahmen

Sobald ein Verdacht begründet ist, dass illegalerweise Geräte betrieben werden, kommt es sofort zu einer Überprüfung. Zeigt diese, dass tatsächlich ein Verstoß vorliegt, so will man nun mit harten Mitteln durchgreifen. Es gibt zunächst die Aufforderung, die Tätigkeit einzustellen. Wenn dies nicht fruchtet, dann bleibt den Behörden nichts anderes übrig als die Filialen zu schließen.

Laut bereits gemachten Erfahrungen werden verplombte Geräte oftmals einfach gegen neue ausgetauscht – der Betrieb geht dann weiter wie gehabt. Eine festgelegte Anzahl an Automaten darf im Land nicht überschritten werden. Außerdem muss es sich um Spielautomaten der drei erlaubten Entwickler handeln. Wer dagegen verstößt, der hat die Konsequenzen zu tragen.

Klar ist, dass sich die wachsende Problematik nicht so einfach lösen lässt. Es wird immer Anbieter geben, die illegale Geräte aufstellen. Allerdings sind die Behörden inzwischen relativ gut organisiert und haben diverse Betreiber im Visier. Durch Razzias stoßen sie oftmals auf weitere Verstöße – gegen die sofort etwas unternommen wird.

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