CAS, Novomatic und kein Ende

Die Casinos Austria sollen verkauft und mit Novomatic gibt es ein interessiertes Unternehmen, dass auch ein sehr gutes Angebot vorgelegt hat. Doch so einfach und klar ist die Geschichte nicht. Kaum ein anderes Unternehmen ist in Österreich so kompliziert aufgebaut wie der Glücksspielanbieter. Das hat auch der Finanzminister bereits erkannt und daher versucht mit einem kompletten Aufkauf des Spielbankbetreibers das Geflecht etwas zu entflechten und anschließend das Unternehmen an die Börse zu bringen.

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Folgt man dieser Logik wäre natürlich die Novomatic ein passender Partner. So müsste der Finanzminister nicht erst das komplette Unternehmen kaufen, es entflechten und dann an die Börse bringen, sondern könnte dies direkt den zweiten führenden Anbieter von Glücksspielen aus Österreich ran lassen. Vor allem da es eh sehr wahrscheinlich wäre, dass nach einem Börsengang der Verkauf an den Hersteller der Novoline Automaten stattgefunden hätte.

Übernahme der Casinos Austria durch die Novomatic AG nicht sicher

Es könnte also alles so perfekt sein. Doch so eindeutig wie die ganze Sache aussieht, so einfach ist es dann doch nicht. Aktuell hat die Novomatic AG zwar ihr Interesse bekundet und mehreren Eignern ein mehr als verlockendes Angebot gemacht. Jedoch ob dieser Verkauf je stattfinden wird ist unklar. Dabei ist es unwichtig, dass der Chef der Casinos Austria Karl Stoss von dem Angebot begeistert ist und sich sogar vorstellen kann unter dem neuen Eigner zu arbeiten.

Das Problem sind nämlich die so genannten Syndikatsverträge. Diese beinhalten zum Beispiel, dass keiner der Eigner seinen Anteil einfach so verkaufen darf. Er muss bei jedem Angebot zunächst prüfen ob einer der anderen Eigentümer bereit wäre das Angebot mit zu tragen. Das heißt nun zunächst, dass das lukrative Angebot der Novomatic eventuell auch wenn die Verkäufer es annehmen wollen von dem Österreichischen Staatsfond mitgegangen werden kann und dieser dann die Anteile übernimmt.

Eine Entscheidung würde allen Helfen

Dabei ist gerade in der aktuellen Situation in Österreich eine schnelle Entscheidung wirklich zu empfehlen. Immer noch laufen mehrere Verfahren. Die neu ausgeschriebenen Spielbank Konzessionen sind gerade als Nichtig erklärt worden und die geplanten Poker Lizenzen sind noch nicht einmal ausgeschrieben.

Mit einem einzigen starken Anbieter wie die Novomatic das dann sicherlich wäre, könnte sich die Situation schlagartig verbessern. Jedoch scheint es aktuell so schnell zu keiner Lösung zu kommen. Vor allem weil neben diesen Syndikatsverträgen noch einige weitere rechtliche Fallstricke auftreten können.

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