Casinos Austria gehen an den Staat

Lange schon kursiert in der Österreichischen Glücksspielszene das Gerücht, dass sich der Staat an den Casinos Austria beteiligen möchte. Und das nicht nur als kleiner Aktionär, sondern als Haupteigner. Dazu soll der Finanzminister den Ankauf von 50 % und mehr der Aktien planen.

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Was sich so einfach anhört, könnte aber etwas komplizierter werden. Denn die Eigentümerstruktur bei der Casinos Austria AG ist ziemlich verworren und die einzelnen Unternehmen zusätzlich noch miteinander verbunden und verstrickt. Es könnte also noch einiges Durcheinander geben, vor allem wenn es darum geht was das Unternehmen Wert ist.

Wert der Casinos Austria AG

Das Problem bei der Aktiengesellschaft ist, dass alle Aktien im Privatbesitz bzw. in fester Hand sind. Es gibt also keine frei verfügbaren Anteile. Und das führt dazu, dass man den Aktienwert eigentlich nicht heran ziehen kann um den Wert der Casinos Austria AG zu bestimmen. Vielmehr müssen da andere Meßinstrumente angesetzt werden. Und wie es dabei halt so üblich ist gibt es da natürlich viele verschiedene Meinungen.

Je nachdem welche Experten man befragt können die Casinos Austria AG zwischen 800 Millionen und über eine Milliarde Euro wert sein. Das ist schon ein Unterschied zwischen diesen Summen. Und da müssen die Eigner und die Käufer erst einmal einen gemeinsamen Nenner finden. Was dann auch noch dazu kommt ist die Tatsache, dass der Staat ja hier investieren möchte. Das führt oftmals noch dazu, dass die Verkäufer gerne etwas mehr Geld hätten als wo anders. Experten gehen daher davon aus, dass der Wert auf wahrscheinlich um eine Milliarde Euro herum geschätzt wird.

Anteilseigner verkaufsbereit

Ein Teil der Eigner sind bereit ihre Anteile zu verkaufen. Da ist zum einen die zur Österreichischen Nationalbank gehörende Münze Österreich. Dieses Unternehmen hält 33,2 % an der Aktiengesellschaft und ist damit zweitgrößter Aktionär. Mit der Münze soll das Finanzministerium schon länger in Verhandlungen stehen. Und nun will auch die Kirchenbank Schelhammer & Schattera 10 % der Anteile verkaufen. Davon gehören aber nur knapp 6 % der Bank selbst, der Rest kommt von privaten Kunden des Unternehmens.

Auch Maria Theresia Bablik mit ihrer MTB Privatstiftung soll bereit sein wenn der Preis stimmt ihren Anteil von knapp 17 % zu verkaufen. Die restlichen Anteile gehören der Medial Beteiligungs-Gesellschaft. Aber dies ist auch kein freies Unternehmen, sondern zum Teil im Besitz des Bankhauses Schelhammer & Schattera.

Es ist also durchaus alles ein wenig verworren und durcheinander. Aber wenn hier wirklich der Staat Mehrheitseigner bei den Casinos Austria werden sollte, dann wird sich da auch sicher eine Lösung finden. Daran zweifelt niemand.

 

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