Casinos Austria unter Beschuss

Der Pokerbetreiber Peter Zanoni hat sich nun dazu entschlossen, die Casinos Austria anzuzeigen. Auslöser für seinen Unmut: er glaubt, die Bertreiber üben eine illegale Intervention aus, die sich auf die Neuregulierung des österreichischen Glücksspiels bezieht. Zanoni, Betreiber diverser Pokersalons, regt sich merklich darüber auf, dass seine Spielcasinos, in denen ausschließlich gepokert wird, schon ab 2013 nicht mehr legal geöffnet bleiben dürfen. Bereits im September dieses Jahres reichte der Unternehmer deshalb eine Individualbeschwerde beim zuständigen Verfassungsgerichtshof ein. Dies schien offenbar keinen Erfolg zu bringen, so dass er nun den Weg über die Wiener Staatsanwaltschaft wählt. Schon in den kommenden Tagen möchte er dort seinen Sachverhalt darstellen – nun stehen die Casinos Austria unter extremem Beschuss. Die Casinos Austria hingegen dementieren die schweren Vorwürfe und sagen ganz klar: an den falschen Darstellungen des Herrn Zanoni ändert sich auch dann nichts, wenn er sie in eine so genannte Sachverhaltsdarstellung stopft und bei der Staatsanwaltschaft einreicht.

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Dokument sorgt für Aufregung

Peter Zanoni spielt aktuell auf das 2009 offiziell gewordene Dokument der Casinos Austria, aus welchem hervorgeht, dass Konkurrenz ganzheitlich abgewehrt werden soll. Dies gilt speziell für den Bereich Glücksspiellizenzen, die schon in Kürze neu vergeben werden. Die Neuregulierung des Glücksspielgesetzes sei laut Zanoni nicht rechtens, wenn dabei ausschließlich die Casinos Austria eine reelle Chance haben. Er selbst müsste ab Verabschiedung der Gesetze die Pforten seiner Kartencasinos für alle Zeiten schließen, denn diese wären dann schlussendlich nicht mehr legal. Die bisherigen Marktführer Casinos Austria, denen bis zum heutigen Tage das Monopol obliegt, sollen in besagtem Dokument festgehalten haben, dass sie im Falle einer Neuregulierung alleinige Konzessionen-Nehmer sein werden. Die Forderungen des Unternehmens seien sehr umfangreich. In der Glücksspielnovelle findet man dieselben oder ähnliche Formulierungen, aus denen sich schließen lässt, das die freie Marktwirtschaft hier nicht eingehalten wird.

Zanoni ist sauer

Wer nun tatsächlich Recht hat und Recht bekommt, das muss nun die Staatsanwaltschaft Wien klären. Auch ist bisweilen noch unklar, wem Lizenzen ausgestellt werden. Faktisch wird Zanoni nicht so schnell aufgeben und um seine Betriebe kämpfen – und das bis zum bitteren Ende, sofern dieses eintritt. Schließen will er seine Casinos jedenfalls nicht. Er denke laut eigenen Aussagen nicht einmal daran, die beschäftigten 620 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor die Tür zu setzen und sein Unternehmen aufzugeben. Eine Lizenz, die gezielt auf ein Kartencasino ausgeschrieben wird, soll es im kommenden Jahr zwar geben, doch noch ist nicht klar, in welcher Form sich diese Konzession gestaltet.

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