Deutschland spielt Bingo

Laut Expertenmeinung ist das Spielen von Bingo durchaus vertretbar, sofern die Erlöse für einen guten Zweck gedacht sind. Zwar steht das Problem der Spielsucht noch immer im Mittelpunkt, doch letztlich sind Spieler, die sich für eine gute Sache engagieren, weniger gefährdet. Schließlich wollen sie das Geld nicht für sich selbst beanspruchen, sondern geben es an Menschen weiter, die es dringender brauchen.

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Im deutschen Bundesland Niedersachsen haben Bingospieler die Gelegenheit, der Umwelt zu helfen und etwas Gutes zu tun. Was zunächst verrückt klingt, ist im Grunde genommen eine in sich gelungene Sache. Alle Einnahmen, die durch Teilnehmer in die Bingo Kasse fließen, werden sofort an eine Stiftung überwiesen. Diese setzt sich bereits seit längerer Zeit für den Naturschutz und für diverse Entwicklungsprojekte rund ums Thema Umwelt ein. Damit spricht laut Experten nichts mehr dagegen, sich am Bingotisch zu vergnügen – zumindest nicht, wenn dabei ein guter Zweck im Mittelpunkt steht und nicht etwa der eigene Profit.

Man kennt es nicht anders: Kaum spricht sich jemand für Glücksspiele wie Bingo und Co. aus, schlagen Suchtexperten auch schon wieder Alarm. Da ein guter Zweck dahinter steckt, gäbe dies den ausschlaggebenden Anreiz für viele Menschen, sich dem Glücksspiel zuzuwenden. Trotz der Tatsache, dass gerade in Deutschland immer mehr gegen Spielsucht unternommen und Präventionsmaßnahmen getroffen werden, spricht sich ein Experte für Bingo aus. Professor Gerhard Meyer ist Glücksspielforscher an der Uni Bremen. Laut ihm sein das Spielen von Bingo deshalb vertretbar, weil es eben nicht darum geht, als Spieler möglichst viel Geld zu gewinnen. Vielmehr steht die Hilfsbereitschaft im Vordergrund, denn jeder Cent zählt, wenn es um den Umweltschutz und unsere Natur geht.

Meyer sagte dazu wörtlich: „Das Spiel wird nur einmal in der Woche durchgeführt. Süchtige Spieler wählen Glücksspiele mit rascher Spielabfolge.“ Der Staat sei laut ihm in der Pflicht, ein Spielangebot auf die Beine zu stellen, das in jedem Falle legal genutzt werden kann. Dabei muss die Spielsuchtprävention natürlich immer im Fokus stehen und beachtet werden. Dass jemand beim Bingospielen im wöchentlichen Rhythmus süchtig werden kann, daran scheint Prof. Gerhard Meyer wohl eher nicht zu glauben.

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