Doch keine Japan Casinos

Erst schmieden die Japaner große Pläne und haben die neuen Casino Komplexe bereits im geistigen Auge vor sich stehen, doch dann macht ihnen die Regierung doch noch einen dicken Strich durch die Rechnung. Gerüchten zufolge weigert sich der Gesetzgeber in Japan strikt dagegen, Casinos im Land zu legalisieren. Zumindest soll die Legalisierung auf Eis gelegt worden sein – für eine Zeitspanne, die bisher noch nicht festgelegt wurde. Was dran ist an dem vermeintliche Planungsstopp, lässt sich zur aktuellen Stunde nicht genau sagen. Fakt ist, dass sich vor allen Dingen Investoren mächtig über das Hin und Her ärgern dürften. Schließlich sind Casinos ein Milliardenmarkt, den sich Japan durch das Verschieben der Legalisierung durch die Lappen gehen lassen würde.

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Pläne zerschlagen

Es hätte so einfach sein können. Bereits im Jahr 2020 finden in Japan, oder genauer gesagt in der Region rund um Tokio, die nächsten Olympischen Spiele statt. Bis dahin sollten die ersten Casinos eigentlich schon stehen. So war jedenfalls die Planung diverser Investoren und Glücksspiel-Experten, die sich fest vorgenommen hatten, den anstehenden Event für ihre ersten Schritte in Richtung Liberalisierung zu nutzen. Mehr Touristen auf einen Schlag kriegt man sonst ja eher selten zusammen. Und dass die Glücksspielbranche auch in Asien auf positive Resonanz stößt, steht außer Frage. Medienberichte trüben derzeit die Stimmung, denn aus ihnen geht hervor, dass sich Shinzo Abe sowie Befürworter der Legalisierung ohne Hilfe für ein neues Gesetz einsetzen müssten. Von politischer Seite kommt nur wenig Unterstützung, und genau das wird für den Ministerpräsidenten zu einer unüberwindbaren Hürde. Zumindest die geplante Legalisierung bis Ende dieses Jahres lässt sich unter solchen Umständen nicht durchsetzen. Ob sich im kommenden Jahr etwas tut, steht nicht fest. Deshalb blieb Shinzo Abe nichts weiter übrig als die Änderung der Gesetze auf unbestimmte Zeit zu verschieben.

Mangelnde Unterstützung

Derzeit ist nicht einmal klar, ob man sich überhaupt wagen kann, einen Gesetzesentwurf vorzuschlagen. Dies war ursprünglich für die anstehende Sitzung im parlamentarischen Ausschuss geplant. Allerdings sind diverse Kabinettsmitglieder des Ministerpräsidenten in der jüngsten Vergangenheit negativ in den Schlagzeilen erschienen. Dass sie durch die Skandale an Glaubwürdigkeit verloren haben, steht außer Frage. Die Casino Betreiber sitzen umso mehr auf heißen Kohlen, denn wenn sich eine Legalisierung auf nicht absehbare Zeit verzögert, dann bedeutet dies möglicherweise das Aus vieler guter Pläne. Den Investoren und Betreibern wird jedoch keine Möglichkeit geboten, ihre Interessen doch noch durchzusetzen. Und das, obwohl Japan einen riesigen Markt bietet und damit im Handumdrehen auf Platz 3 der weltweit größten Glücksspielmetropolen werden könnte. Das Ziel der Experten ist ein Jahresumsatz in Höhe von mindestens 40 Milliarden Dollar. Bei so viel Potential klingt diese Summe definitiv nicht utopisch, sondern wäre möglicherweise bereits innerhalb der kommenden Jahre realisierbar.

Für die Betreiber bedeutet jeder Verzug einen herben Rückschlag. Letztlich ist allein die Tatsache schuld daran, dass sich weder die Bevölkerung noch das Parlament unterstützend an die Seite von Shinzo Abe stellen. Die darüber hinaus zum Vorschein gebrachten Skandale tun ihr Übriges, um eine Legalisierung in weite Ferne zu schieben. Letztlich gehen bereits jetzt diverse Beobachter und auch die Gesetzgeber davon aus, dass es bis 2020 keine Casinos in Tokio geben wird. Dafür ist die Zeit schlichtweg zu knapp; was bedeutet, die Olympiade findet ohne Glücksspiel-Branche statt.

Kein Olympia mit Glücksspiel

Es müsste schon ein Wunder geschehen, damit das Parlament die Gesetze ins Rollen bringt – und das möglichst noch vor der nächsten Sitzung, die bereits Ende November in Tokio stattfinden wird. Solange es keine öffentliche Unterstützung gibt, sind die Pläne vorerst gestorben. Und auch die beiden abgedankten Minister, deren Skandale die Glücksspiel-Idee ins Wanken gebracht haben, waren nicht gerade dienlich für die Verabschiedung der eigentlich fest geplanten neuen Gesetze.

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