Erneute Razzia in Berlin

Das LKA hat sich am gestrigen Freitag gemeinsam mit Steuerfahndern sowie Beamten vom Ordnungsamt auf den Weg gemacht, um den in Berlin Neukölln ansässigen Café Casinos einmal etwas genauer auf den Zahn zu fühlen. Dasselbe galt für die Etablissements in drei weiteren Bezirken. Eine Razzia dieser Art hat es schon mehrfach gegeben, und immer wieder decken die Beamten Fälle von Ordnungswidrigkeiten auf. Auch diesmal wurden 25 Polizeibeamte sowie 20 Steuerfahnder losgeschickt, um die Lokale zu überprüfen.

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Zahlreiche Verstöße aufgedeckt

Für Café Casinos gelten strikte Regelungen, die unbedingt eingehalten werden müssen. Spielautomaten sind dort zwar erlaubt, doch nur maximal drei Geräte pro Lokal. Außerdem müssen diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen – darunter Spielpausen und maximal mögliche Wetteinsätze. Das Berliner Spielhallengesetz beinhaltet diese Regeln zwar schon seit längerem, doch noch immer halten sich wenige Betreiber an alle Bestimmungen. Wie so oft wurden auch in dieser Woche mehrfache Verstöße aufgedeckt. Und daran scheint sich wohl auch künftig nicht viel zu ändern. Allerdings geht die Hauptstadt mit ihren strengen Strafen jetztneue Wege. Schlussendlich sollen die Ordnungswidrigkeiten bald ein Ende haben.

Ein Lokal musste direkt geschlossen werden

Bisher haben Betreiber diverse Wege gefunden, Auflagen geschickt zu umgehen. Eines der Hauptprobleme, das den Beamten bei der Razzia ins Auge stach, waren die jugendlichen Spieler – obgleich ganz klar geregelt ist, dass nur Erwachsene über 18 spielen dürfen. Insgesamt wurden sechs Lokale allein wegen dieses Verstoßes zur Rechenschaft gezogen. Andere Café Casinos hatten deutlich mehr als die maximal drei zulässigen Geräte aufgestellt. Ebenso illegal ist das Anbieten von Online Wetten. Wer dies tut, handelt ohne Konzession und muss dementsprechend mit einem Strafverfahren rechnen. Ausschließlich in speziellen Lokalen dürfen Wetten angeboten werden.

Weitere Prüfungen wahrscheinlich

Während der gesamten Razzia sammelten sich 93 Ordnungswidrigkeiten – vor allen Dingen im Bereich Spielrecht und Jugendschutz. Üblicherweise muss ein Schalter zum Abschalten der Geräte vorhanden sein, sobald Jugendliche an den Geräten auffallen. Dieser war aber in vielen Fällen gar nicht erst installiert. Lediglich in einem einzigen Lokal waren die Verstöße so extrem, dass den Beamten nur die Schließung blieb – inklusive Geräte-Beschlagnahmung. Dort wurden neun Geräte gefunden.

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