Erneuter Kampf gegen Spiele

Die Wiener Finanzpolizei gibt bekannt, dass in der Stadt noch immer etwa 100 illegal betriebene Spielautomaten existieren. Bereits vor rund einem Jahr hatte der Staat das kleine Glücksspiel verboten. Trotz allem ist es sogar möglich, dass sogar weit mehr Geräte aktiv sind – Vermutungen zufolge bis zu 700 Stück.

Schätzungen gehen auseinander

Im Jahr 2015 hat die Wiener Finanzpolizei ganze 363 Kontrollen durchgeführt. Annähernd 445 Geräte konnten in diesem Zeitraum beschlagnahmt werden. Wilfried Lehner, der zuständige Leiter der österreichischen Finanzpolizei, gibt bekannt: „Wir haben derzeit eine Situation, das wir das illegale Glücksspiel sehr, sehr deutlich zurückdrängen konnten.“ Trotz allem geht man davon aus, dass noch immer mindestens 100 Geräte im Umlauf sind, die theoretisch gar nicht mehr existieren dürften.

Kampf gegen Windmühlen

Die Wiener Unternehmensberatung hat ganz andere Werte in ihrer Studie veröffentlicht. Man ist noch immer nicht komplett durch mit den Recherchen, hat aber jetzt schon Zahlen bis zu 700 Geräten bekanntgegeben, die höchstwahrscheinlich aktiv genutzt werden. Konkrete Ergebnisse will man bereits im kommenden Monat bekanntgeben. Allen Annahmen zufolge befindet sich ein Großteil der illegal betriebenen Geräte in Hinterzimmern, die selbst für die strenge Finanzpolizei kaum zugänglich sind. Kreuter, der an der Studie mitarbeitet, sagte dazu: „Wie es ausschaut, steht ein Großteil in Kulturvereinen und in einschlägigen Lokalen, wo vor allem Leute mit Migrationshintergrund hingehen.“ Diese Betriebe sind nicht öffentlich zugänglich und damit so gut wie unsichtbar für die Finanzpolizei.

Finanzpolizei führt weiter Razzien durch

Wie schon zuvor macht Kreutzer deutlich, dass das komplette Verbot des kleinen Glücksspiels nicht gerade die beste Lösung gewesen sei. Schlussendlich fallen immer mehr Spieler in die Illegalität. Auch dies ließe sich durch eine Studie belegen. Die Finanzpolizei vermutet, dass die von Kreutzer genannten Zahlen deutlich zu hoch sind. Es gibt aber definitiv eine menge Hinterzimmer, in denen sich illegale Betreiber aufhalten. Man hofft darauf, sie mit der Zeit zu lokalisieren und dann zwangsweise öffnen zu können.

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