Gesichtskontrolle in Spielhallen

Elektronische Gesichtskontrollen sollen in Spielhallen verhindern, dass gesperrte oder spielsüchtige Spieler weiterhin an Automaten spielen. Ebenfalls sollen so Jugendliche ausgesiebt werden bzw. jüngere Spieler erkannt, um anschließend kontrolliert zu werden.

Immer wieder wird Spielhallen Betreibern vorgeworfen, sie würden nicht ausreichend verhindern, dass Jugendliche, Spielsüchtige und andere in ihren Betrieben Casino Spiele spielen. Vor allem das angeblich so ungeschulte Personal wird immer wieder als Grund genannt. Ob das allerdings wirklich so ist, wollen wir mal hier nicht diskutieren. Auf jeden Fall hat die Branche reagiert und stellt nun technische Möglichkeiten der Überwachung vor.

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Wie funktionieren Gesichtskontrollen in Automatencasinos

Die in Süddeutschland vorgestellte Technik ist schon ziemlich ausgereift. Sie erkennt zuverlässig gesperrte Spieler. Dazu muss sie natürlich mit entsprechendem Foto Material gefüttert werden. Ebenso erkennt sie Besucher, die vermutlich nicht älter als 25 Jahre sind. Dazu wird ein Algorithmus benutzt! Auch hier muss man sagen, dass die Auswahl zum großen Teil funktioniert.

Ziel ist es den Menschen bzw. den Mitarbeitern in den Spielotheken das Leben leichter zu machen. Natürlich wird nicht jeder der 25 Jahre oder jünger ist, dann wie die gesperrten Spieler, des Hauses verwiesen. Aber das Spielhallen Personal kann anschließend genauer prüfen ob der Spieler wirklich bereits das Mindestalter von 18 Jahren erreicht hat.

Probleme mit dem Datenschutz

Das System mag wirklich gut funktionieren, aber die Frage ist halt wie sieht es mit dem Datenschutz aus. Werden wirklich nur die gesperrten Spieler erfasst und alle anderen vom System gar nicht wahr genommen? Irgendwo muss ja eine Überprüfung bzw. ein Vergleich mit vorhandenem Bildmaterial stattfinden. Dementsprechend muss zumindest für diese Verwendung jedes gescannte Gesicht gespeichert werden.

Dies bietet natürlich eine Menge Möglichkeiten diese Daten auch zu missbrauchen. Angefangen von Profilen über Spielverhalten bis hin zu aktuell noch gar nicht vorstellbaren Dingen. Wer solche Daten hat, der wird sie eventuell irgendwann nutzen wollen um zumindest das Spielerlebnis noch weiter zu verbessern. Was natürlich gleichbedeutend mit mehr Einnahmen ist.

Gesichtskontrollen ein Fluch und Segen

Bereits jetzt sind Spielotheken und Automaten Casinos natürlich umfangreich mit Kameras ausgestattet. Den Spielern sollte natürlich klar sein, dass sie überwacht werden. Aber der Schritt zu einer Gesichtserkennung ist noch ein größerer. Vor allem wird sich auch die Frage stellen müssen wie die Spieler darauf reagieren. Gerade die Spielautomaten Szene ist voll von Gerüchten, Verschwörungstheorien und ähnlichen Dingen. Nicht wenige Spieler sind der Meinung, dass Automatenbetreiber die Geräte bzw. die Ausschüttung dieser beeinflussen können.

Andererseits ist es natürlich eine Erleichterung für die Mitarbeiter. Sie bekommen zusätzliche Unterstützung in Sachen Spielerschutz. Aber auch der Sicherheitsaspekt darf nicht vergessen werden. Klar gibt es bereits jetzt Kameras, aber mit einer Gesichtserkennung kann dann eventuell der Täter viel leichter identifiziert werden, was natürlich weitere Überfälle verhindert.

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