Hohe Miete für Casino

Die Spielbank in Erfurt ist nun schon seit November letzten Jahres geschlossen. Doch nachdem jetzt die Zahlen bekannt wurden werden Vorwürfe laut es wurde zu viel Miete bezahlt. Nicht nur, dass die Räume in dem Hotel für einen sehr langen Zeitraum angemietet wurden, nein es wurde auch noch ein sehr hoher Mietbetrag bezahlt. Ein Untersuchungsausschuss muss sich nun in dem Deutschen Bundesland mit dem Thema ausführlich beschäftigen.

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Ein Erfolgsgarant war die Spielbank in Erfurt nie. Um genau zu sein wurde während der Eröffnung 2005 bis zur Schließung im November des vergangenen Jahres nie Gewinn erzielt. Stattdessen musste das Land Thüringen immer neues Geld nachschießen. Darunter haben dann auch die Einrichtungen gelitten, die eigentlich mit den Millioneneinnahmen aus dem Casino unterstützt hätten werden sollen. Insgesamt kostete das Casino das Land 2,5 Millionen Euro bevor man die Notbremse zog und die Spielbank dicht gemacht hat.

Wer hat die wichtigen Entscheidungen getroffen?

2005 als das Casino in einem Hotel in Erfurt eröffnet wurde, gehörte die WestSpiel Gruppe zum Teil schon der österreichischen Novomatic AG. Dieses Unternehmen ist vor allem durch seine Novoline Slots bekannt. Doch ob sie wirklich alleine für die Entscheidung verantwortlich ist die Spielbank an diesem Ort zu eröffnen ist fraglich. Meist werden solche Entscheidungen von mehreren Verantwortlichen getroffen. Auch die Politik spielt dabei immer eine große Rolle.

Das könnte nun durchaus dem einen oder anderen zum Verhängnis werden. Das Unternehmen hat den Staat nämlich nicht nur sehr viel Geld gekostet und kaum Umsätze gemacht, nein es wurde auch viel zu viel Miete bezahlt. Profiteur dieses Fehlers war natürlich der Hoteleigentümer, welcher der Westspiel die Räume überteuert für zehn Jahre zur Verfügung gestellt hat. Ihm könnte so ein unzulässiger Vorteil aus Steuermitteln gewährt worden sein.

Mit welchen Folgen ist zu rechnen?

Wenn wir hier mal ganz ehrlich sind ist nicht davon auszugehen, dass überhaupt etwas groß passieren wird. Um aufzuklären wer Schuld daran hat wurde jetzt ein Untersuchungsausschuss im Landtag eingerichtet. Hier müssen dann die Politiker bestimmen ob ihre eigene Partei einen Fehler gemacht hat. Was schon recht selten der Fall sein wird. Aber selbst wenn man erkennt, dass zu viel Geld bezahlt wurde ist es schwer heute noch zurückverfolgen zu können wer dafür verantwortlich war.

Im Endeffekt wird nichts passieren. Das Thema wird höchstwahrscheinlich im Sande verlaufen und am Ende wird Gras drüber wachsen. Das zeigt auch warum man so sehr an dem Glücksspielmonopol in Deutschland fest hält. Es bietet immer noch genügend Möglichkeiten hier und dort ein bisschen zu drehen ohne dafür belangt zu werden.

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