Initiative gegen Glücksspiel

Wien hat beschlossen, dass bereits ab 2015 keine weiteren GlücksspielautomatenKonzessionen mehr vergeben werden sollen. Dies soll zumindest ein erster Schritt in die richtige Richtung sein, denn derzeit nimmt der Fluss an Spielautomaten und anderen Casino Spiele schlichtweg Überhand. Grund genug für die Bürgerinitiative von Margareten, sich weitere Schritte zu überlegen. Sie wollen sich gegen die Flut an Glücksspielen einsetzen und dafür kämpfen, dass weit mehr Automaten verschwinden. Der Stopp weitere Konzessionen ist ihnen einfach viel zu wenig. In der Reinprechtsdorferstraße hat die Bürgerinitiative bereits 85 Spielautomaten gezählt – und das, obwohl im gesamten Bezirk eigentlich nur 90 erlaubt wären. Die Präsidentin der Initiative teilte der Wiener Zeitung deshalb mit: „Diese Entwicklung gehört aufgehalten.“

Spielen bei 888 online

Mehr kleines Glücksspiel als gut wäre

Zuletzt hatte man eine alte Buchhandlung in ein Wettlokal „verwandelt“. Dies gab Anlass zur Gründung der Initiative. Viele Bürger treffen sich rund alle zwei Wochen und überlegen gemeinsam, welche Schritte man gegen die Glücksspielkonzerne im Ort unternehmen kann. Die Verbreitung von Wettlokalen und Spielautomaten hat in jüngster Vergangenheit einfach Überhand genommen. Aus diesem Grund wird der Zusammenschluss der genervten Bürger sogar durch den Bezirk unterstützt. Laut Vorsteherin des Bezirks sei die hohe Vielzahl an Wettlokalen sehr fatal. Sie bekam sogar mit, dass schon mehrfach Lokale ausgeraubt wurden – von Spielsüchtigen. Und es kommt noch härter, denn einige Frauen bieten ihren Körper für 10 Euro an, prosituieren sich, um Geld für ihr Stammlokal zusammen zu kriegen. Irgendwann ist das Fass einfach voll, und genau jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um zu handeln.

Zu viele Konzessionen im Umlauf?

Schaefer-Wiery, die Bezirksvorsteherin, sagte dazu: „Ich habe mir das ganz genau angeschaut was die Initiative fordert und macht. Mir geht es ganz besonders um diese Einzelkabinen, die ja ganz anonym wirken. Wir werden im Herbst zu planen beginnen, was wir als Bezirk machen können, um die Straße attraktiver gestalten zu können.“
Dementgegen steht die Stadt selbst, die durch das kleine Glücksspiel satte 55 Millionen Euro im Jahr erwirtschaftet. Dennoch weigert sich Wien, ab 2015 noch irgendeine weitere Konzession herauszugeben.

Artikel:
Initiative gegen Glücksspiel
Datum:
Autor:
0.00 / 10 von 0 Stimmen1

Kommentare zu Initiative gegen Glücksspiel