Jugendschutz durchgefallen

So ganz funktioniert der Jugendschutz anscheinend nicht wenn es um Lotterien in Österreich geht. Bei unabhängigen Tests sind die Glücksspielverkaufsstellen der Lotterien GmbH und der Casinos Austria AG total durchgefallen. Selbst für offensichtliche Kinder von 12 Jahren war es ohne Probleme möglich sich Lose und Lottoscheine zu kaufen.

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Die Verantwortlichen sehen allerdings keinen Handlungsbedarf. So äußerte sich auf jeden Fall ein Sprecher der Casinos Austria im ORF. Für sie ist der Jugendschutz ausreichend, schließlich ist er sowohl preisgekrönt wie auch zertifiziert. Was allerdings wie dieser Test nun bewiesen hat in der Realität überhaupt nichts bringt. Jedenfalls nicht so lange Kinder ohne Probleme ihr Taschengeld beim Lotto verzocken können.

Kaum Einschränkungen für Lotterien

Während Spielautomaten und andere Casino Spiele stark eingeschränkt werden, dürfen die Lotterien tun und lassen was sie wollen. Meistens befinden sich Verkaufsstellen direkt in der Nähe von Schulen, Kindergärten oder Jugendhäuser. Und dort wird auch kräftig mit den möglichen Millionengewinnen geworben. Das sich dann der eine oder andere Minderjährige davon angesprochen fühlt braucht doch niemanden wundern.

Schließlich wünschen sich auch Kinder immer etwas mehr Geld und wenn ihnen jemand anbietet ohne großen Aufwand ihr Taschengeld unglaublich zu erhöhen, dann nutzen sie diese Möglichkeit. Wenn dann noch an den Verkaufsstellen niemand ist, den das wirklich interessiert und der dem ein Riegel vorschiebt – vor allem weil man ja kaum irgendwelche Konsequenzen befürchten muss – dann sind die Probleme vorprogrammiert.

Gesetzgeber will Probleme nicht erkennen

Leider haben wir auch heute immer noch das Problem in denen Casino Spiele und Spielautomaten gerne verteufelt werden, aber Lotterien und Lotterien ähnliche Glücksspiele wie Lose immer noch von einer breiten Gesellschaftsschicht als völlig normal und in Ordnung angesehen werden. Selbst in der Politik rühmt man sich lieber dem Schutz der Kinder und Jugendlichen vor den bösen Glücksspielen, während es niemanden interessiert dass die gleichen ohne Probleme ihr Taschengeld bei Lotterien durchbringen können.

Das wirklich traurige an dieser Studie ist, dass sich niemand dafür interessiert. Die Politik und die Betreiber sind weiterhin der Meinung, dass genug getan wird. Doch der Grund für diese Meinung liegt wohl weniger darin, dass man wirklich davon überzeugt ist, sondern vielmehr darin, dass man einfach keinen Handlungsbedarf sieht und es wenig als Problem erkennt wenn Kinder und Jugendliche Lotto spielen.

 

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