Jugendschutz im Land

Sicherlich mögen Spiele auch Kinder reizen – allein wegen ihrer meist bunten Optik. Genau darin besteht die hauptsächliche Gefahr von Slot Maschinen und Co. Die Lotterien in Österreich haben sich deshalb fest vorgenommen, sich in Zukunft noch intensiver mit dem Thema Jugendschutz auseinanderzusetzen. Inzwischen wurde die Aktion „Glücksspiel ist kein Kinderspiel“ ins Leben gerufen. Hier machen die Lotterien insbesondere Erwachsene auf die Verantwortung aufmerksam, die diese für ihre Kinder tragen.

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Sicherheit ist ein Muss

Den Österreichischen Lotterien ist sehr daran gelegen, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen – gerade weil es sich bei Lotto eben auch um ein Glücksspiel handelt. Ziel ist es, Erwachsenen aufzuzeigen, wie ungeeignet Glücksspiele als Geschenke zu Weihnachten sind. Gerade so kurz vor dem Fest der Liebe vergessen die „Großen“ nämlich gerne mal, dass es sich dabei eben nicht um ideale Optionen handelt. Die Jugendschutz-Initiative ist schlussendlich enorm wichtig, denn noch immer gibt es viele, die keinen angebrachten Umgang mit dem Thema pflegen. Dies zeigen die jährlichen Suchtzahlen, die von öffentlichen Stellen gegen Spielsucht aufgestellt werden.

Lotterien setzen sich ein

Natürlich geht es beim Glücksspiel in erster Linie um den Spaßfaktor und darum, Spannung zu genießen. Das gilt nicht nur für lokale Spielbanken und Online Casinos, sondern auch für Lotterien und andere Formen dieser Art der Unterhaltung. Vergessen wird bei all der Spannung leider viel zu oft, dass man grundsätzlich ein Höchstmaß an Reife aufbringen muss, um nicht in die Suchtspirale zu geraten. Die Österreichischen Lotterien setzen klare Grenzen und bieten ihre Spiele lediglich Erwachsenen an, die Lust haben, das Glück herauszufordern. Schon immer lag es den Unternehmen am Herzen, Jugendliche und auch Kinder komplett aus der Zielgruppe herauszulassen. Bunte Werbung und dergleichen entfällt deshalb. Schließlich ist der Reiz umso größer, wenn Farbe ins Spiel kommt – was man sehr gut an kindlich gestalteten Spielautomaten erkennen kann.

Kampagne sehr erfolgreich

In versierten, internationalen Studien ging es nicht allein darum, die Anzahl der an Spielsucht erkrankten Menschen festzustellen. Auch wurde deutlich, wie groß die Gefahr einer Sucht ist, wenn Jugendliche oder Kinder schon sehr früh mit Glücksspielen in Kontakt kommen. Der Zusammenhang ist also nicht zu unterschätzen. Dabei ist es vollkommen unerheblich, um welche Form des Glücksspiels es sich handelt. Somit sind nicht nur Lotterien ungeeignet für Jugendliche und Kinder, sondern auch Spielhallen sowie Automaten in öffentlichen Bereichen, Online Casinos und dergleichen.

Ein Motto, das funktioniert

Dass Glücksspiel kein Kinderspiel ist, das ist nicht nur das diesjährige Motto der Österreichischen Lotterien. Auch das National Council on Problem Gambling, das seinen Hauptsitz in Washington hat, weist regelmäßig auf die Gefahren hin, die von Geschenken in Form beliebiger Glücksspiele ausgehen. Für Kinder sind schon simple Rubbellose denkbar ungeeignet, denn man fördert damit lediglich den Reiz des Spielens und die falsche Einstellung zu vermeintlichen Gewinnchancen. Die bereits vor Jahren gestartete Kampagne zum Thema hat Österreich bereits im Jahr 2010 erwischt. Seither kümmern sich die hiesigen Lotterien Jahr für Jahr darum, vor den Gefahren zu warnen.

Weitere Maßnahmen geplant

Der Vorstandsdirektor des Unternehmens, DI Friedrich Stickler, sagte dazu: „Wir sind von der Kampagne überzeugt. Es gibt für Kinder und Jugendliche geeignetere und passendere Geschenke als Glücksspiele. Die Österreichischen Lotterien haben sich im Rahmen einer freiwilligen Selbstbeschränkung gemeinsam mit ihren Vertriebspartnern dazu verpflichtet, Lotteriespiele nur an Personen mit vollendetem 16. Lebensjahr zu verkaufen. Für win2day und tipp3 gilt eine Altersgrenze von 18 Jahren. Dies ist ein sehr wesentlicher Teil unserer Jugendschutzmaßnahmen. Sie können aber nur funktionieren, wenn auch Erwachsene, insbesondere Eltern, Verantwortung übernehmen und nicht durch den Kauf von Glücksspielprodukten für Kinder unsere Ziele zum Jugendschutz umgehen. Menschen mit Verantwortung schenken Verantwortung.“

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