Keine Übernahme von 888

Die Gerüchteküche im Online Gambling Sektor brodelt schon seit geraumer Zeit. Gibt es eine Übernahme des 888 Casinos durch William Hill? Wird sich der Buchmacher tatsächlich um einen weiteren Partner vergrößern und diesen unter seine Marke stellen? Die Antwort haben die Unternehmen nun offiziell bekanntgegeben: William Hill wird 888 nicht kaufen.

888uebernahme

Tatsächlich hatte es in der Vergangenheit mehrere Gespräche zum Thema potentieller Übernahme gegeben – das ist wohl so eine Art offenes Geheimnis. Nun hat man eine abschließende Entscheidung getroffen und sich darauf geeinigt, dass man unter den von beiden Seiten gemachten Vorgaben keinen Deal zustandebringen wird. Insbesondere über den Kaufpreis konnten die beiden Unternehmen keine Einigung finden. Außerdem waren diverse Bedingungen nicht so, wie es sich der große Buchmacher William Hill erhofft hatte. Inzwischen wurde von offizieller Seite bestätigt, dass die bis dato geführten Verhandlungsgespräche zu einem Ende gekommen sind und man weiterhin getrennte Wege gehen wird.

Übernahmeverhandlung gescheitert

Schlecht war das Angebot, das der Sportwettenriese dem 888 Casino machte, sicherlich nicht. Immerhin bot William Hill die gigantische Kaufsumme von rund 1,2 Milliarden Euro an. Diese wurde aber durch einen der Mitbegründer abgelehnt. Eine alternative Summe konnte und wollte William Hill nich in den Raum stellen. Schuld an dem Scheitern der Kooperation ist offensichtlich die Shaked Familie. Diese ist anteilig im Besitz des Unternehmens und weigerte sich, ihren Anteil abzugeben – zumindest zu diesen Konditionen. Immerhin reden wir von etwa 24% der Firmenanteile, die sich im Besitz der Familie Shaked befinden. Dagegen ist am Ende auch ein großer Buchmacher machtlos.

Das 888 Casino bleibt eigenständig

Mit Bekanntgabe des geplatzen Deals sanken erstaunlicherweise die Aktienwerte von 888 – und zwar um fast 15 Prozent. Indes wuchs William Hill weiter, wenn auch nur um 1,6 Prozent. Brian Mattingley, der bei 888 als Chief Executive ist, gab deutlich zu verstehen, es handle sich bei der Gaming Plattform um ein sehr gesundes Unternehmen – bezogen auf die wirtschaftliche Situation, versteht sich. Dass William Hill erneut nach Deals sucht, ist nicht ausgeschlossen. Ein Zusammenkommen mit 888 bleibt aber scheinbar unmöglich. Nun kann sich der Buchmacher in Ruhe überlegen, welche weiteren Kooperationen respektive Käufe möglich wären.

Firmeneigner gegen Kaufpreis

Aktuell munkeln Experten, William Hill wolle eventuell einen Deal mit Bwin.Party eingehen. Was an den Gerüchten dran ist, lässt sich and dieser Stelle jedoch nicht mit Bestimmtheit festmachen. Schließlich hat das Unternehmen große Konkurrenz auf dem Markt – allen voran Amaya Gaming. An einer Expansion sind inzwischen sehr viele Konzerne der Branche interessiert. Man darf gespannt sein, welche Partnerschaften dadurch entstehen und ob diese so wirksam sind wie man es sich erhofft.

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