Kleines Glücksspiel in Kärnten

Das österreichische Bundesland Kärnten ist auf der Suche nach Betreibern für Automatencasinos. Insgesamt sollen 465 Slots aufgestellt werden. Bisher gibt es mit der deutschen Gauselmann AG und dem österreichischen Branchenprimus Novomatic mit ihren Marken Admiral und Novoline zwei Bewerber für die begehrten Lizenzen.

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Im Herbst des letzten Jahres haben die Verantwortlichen in Kärnten entschieden, dass es ein neues Glücksspielgesetz geben muss. Dabei wurde dann auch stark darüber diskutiert ob alle Casino Spiele verboten werden sollen, ob es weiterhin Automaten Casinos gibt oder über eine weitere Möglichkeit. Am Ende hat man sich dann entschieden das „kleine Spiel“ beizubehalten.

Der Grund dafür weiter Casinos mit Spielautomaten zu betreiben liegt vor allem in der Tatsache, dass man der Meinung war, das Spiel würde ohne ein legales Angebot in die Illegalität abwandern. So jedenfalls Landesjurist Albert Kreiner: „Das Glücksspiel würde sich sonst nur in die Illegalität verlagern […] So haben wir klare, strenge Regeln geschaffen und können die Szene kontrollieren.“ Die Ausschreibung dafür läuft noch bis zum 21. Januar.

Streit zwischen Slot Konkurrenten Gauselmann und Novomatic

Ein Streit zwischen den beiden Konkurrenten im Bewerbungsverfahren scheint bereits jetzt vorprogrammiert. Denn in Oberösterreich und Niederösterreich gab es schonsolche Lizenzvergaben und dort konnte sich bisher immer Admiral von Novomatic durchsetzen. Die Entscheidungen dabei waren jedoch nicht immer so sauber wie es sein sollte.

Nicht umsonst befürchtet Rolf Falke von der Gauselmann Gruppe, dass die Lizenzvergabe ein abgekartetes Spiel ist und Novomatic aufgrund seiner Vernetzung mit regionalen Politikern einen großen Vorteil hat. Deshalb wurde auch Klage eingereicht und nun müssen Österreichische Gerichte die Sache klären. Das es nun in Kärnten anders verlaufen wird, wagen Experten zu bezweifeln.

Kosten für Spielsuchtbehandlung übersteigt Einnahmen der Automatencasinos

In Kärnten gibt es geschätzt 5.000 Spielsüchtige. Deren Behandlung übersteigt jedoch die Einnahmen des Bundeslandes an den Automatencasinos um ein Vielfaches. Doch scheint dies nicht das primäre Ziel gewesen zu sein. Denn die Kärntner Politiker fürchten mehr von einer Zulauf des illegalen Spiels und nehmen daher diese Tatsache in Kauf.

 

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