Leben mit Spielsucht

Manchmal hat man beim Spielen natürlich Glück, doch wenn man sich die Sache aus Sicht eines ehemaligen Spielsüchtigen ansieht, dann wird schnell klar: „Das Glück verlässt einen schnell.“ Genau deshalb hat sich Rainer (Name geändert) dazu bereiterklärt, erstmals öffentlich über seine Sucht zu sprechen und aufzuzeigen, wie steinig der Weg war, bis er sie in gewisser Weise hinter sich lassen konnte. Nachdem er 1991 durch einen glücklichen Zufall zu einer Menge Geld kann, nahm die Sache ihren Lauf. Er besuchte das Casino in Lindau, wo er nach seiner Flucht aus dem Osten ein neues zu Hause fand. Sein Glück versuchte Rainer am Roulettetisch. Die Glückssträhne sollte nicht so schnell abreißen. Innerhalb von nur drei Tagen hatte er 16.000 Mark in der Tasche. Damit begann die eigentliche Katastrophe, denn Rainer glaubte an sein Glück und spielte weiter.

Spielen mit Bedacht

Spielen macht nicht gleich süchtig

Ganze sieben Jahre lang hing der Spieler in seiner Sucht fest. Er nahm jedes Casino mit, dass er finden konnte, reiste sogar extrem weit, nur um spielen zu können. Wie er heute weiß, gehört eine Portion Selbstüberschätzung dazu, um so weit in die Sucht abzurutschen. Er war sich sicher, mathematisch begabt zu sein, zu wissen, auf welche Zahlen er setzen muss. Rainer fühlte sich derart siegessicher, dass er bewusst nur auf einzelne Zahlen und nicht etwa auf die weniger riskanten Combos setzte. Auch in Sachen Einsatzhöhe war der Mann nicht gerade zimperlich. Durch sein bis dahin erfolgreiches Geschäft konnte er sich die hohen Summen durchaus leisten, doch auch die eigenen Finanzen verlor er schnell aus den Augen. Irgendwann war es vorbei mit dem beruflichen Erfolg. Rainer entließ gezwungenermaßen alle Mitarbeiter und musste schlussendlich sein Geschäft beenden. Kurze Zeit später verließ ihn nicht nur das Glück, sondern auch seine Lebensgefährtin.

Klare Grenzen stecken – frühzeitig aufhören

Rainer rutschte von einer Sucht in die nächste. Er suchte sich einen Job, begann zu trinken. Sein Fall soll aufzeigen, wie gefährlich Selbstüberschätzung sein kann. Da man das Bewusstsein für ein gesundes Maß an Spielvergnügen schnell verliert, können wir immer nur vor hohen Einsätzen und dauernden Spielphasen warnen. Man sollte sich doch eher auf den Spaßfaktor besinnen. Diesen kann man in vielen Online Casinos gratis genießen, wodurch die Wahrscheinlichkeit einer Spielsucht deutlich geringer ausfällt. Rainer hat es geschafft, sich von seiner Sucht zu lösen. Dennoch wird er dieses Bedürfnis zu zocken nie komplett los.

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