Lotto Spieler betrogen

Wer Lotto spielt, klammert sich eigentlich an noch so jeden schmalen Strohhalm und hofft eigentlich darauf, zumindest ein bisschen was zu gewinnen. Ähnlich ging es auch dem jüngst um sein Geld betrogenen Herbert B., der schon viele Jahre regelmäßig Lotto spielt. Seine Zahlen hatte er in all der Zeit nie verändert, und abgegeben wurden seine Scheine immer am selben Kiosk. Eigentlich spielte der Mann auch nicht wegen der Gewinnmöglichkeiten, sondern weil er körperlich krank ist und das Team des Kiosks so sympathisch ist. Schon mehrfach wurde ihm hier beispielsweise bei Einkäufen und anderen Dingen geholfen, so dass es Herbert B. auch nicht viel ausmachte, ohne Erfolg zu spielen. Der Frührentner sollte jedoch auch Glück haben, und so kam es, dass er fünf Richtige mit korrekter Superzahl tippte. Der Gewinn: rund 6.900 Euro. Leider hat er das Geld nie gesehen, denn ihm kam ein anderer Mann zuvor, der seinen Schein einlöste und sich den Gewinn unerlaubterweise unter den Nagel riss.

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Wie kam der Lagerist an den Schein?

Im Juli 2013 suchte Herbert B. wie so oft auf seinen Krücken den Kiosk auf. Hier teilte ihm die Besitzerin bereits mit, dass er gewonnen haben muss. Sie kannte seine Zahlen nach so vielen Jahren und ihr war klar: Herbert sollte endlich auch mal Glück haben. Der Frührentner suchte vergeblich in allen Taschen nach dem Schein. Kurze Zeit später, kurz vor Verfall des Scheins, wurde selbiger dann doch noch eingelöst – allerdings nicht von Herbert B., sondern von einem türkischen Mitbürger, der den Schein nach eigenen Angaben gefunden haben will und ihn dann eingelöst hat. Das Schlimme daran ist, dass der komplette Gewinn bereits ausgegeben wurde. Mit einem Teil hat der unehrliche Finder Schulden beglichen, den anderen Teil in einen Türkeiurlaub investiert. Dass es zu diesem Vorfall kommen konnte, ist nicht zu entschuldigen. Schließlich war die Lottogesellschaft selbst dem Preller bereits auf der Spur, erwischte ihn aber leider zu spät. Der 25 Jahre alte Lagerist hat alles ausgegeben, und Herbert B. bleibt nun doch nichts von seinem Gewinn.

Prozess im Gange – Herbert B. klagt

Die Polizei hat kurzerhand gegen den Mann ermittelt, und nun soll der Fall endlich vor Gericht gehen. Herbert B. ist vor allen Dingen deshalb enttäuscht, weil er seinen Therapeuten einen Teil vom Gewinn abgeben wollte. Ob es Chancen gibt, das Geld zurückzubekommen, das kann zum aktuellen Zeitpunkt noch niemand sagen. Der Täter selbst muss sich wegen Fundunterschlagung verantworten und mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen. Einen gezielten Diebstahl konnte ihm die Polizei bisher nicht nachweisen.

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