Macau wirklich am Ende?

Nach dem es jahrelang Rekordumsätze in Macau gegeben hat, sind diese jetzt schon den 23sten Monat in Folge gefallen. Das heißt seit fast zwei Jahren geht es Bergab mit der Glücksspielmetropole. Und die dafür verantwortlichen Gesätze bzw. Regelungen werden auch nicht gelockert. Jetzt folgt ein weiteres Gesetz, dass die so genannten Junkets einschränken soll.

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um echtes geld spielen

Bei den Junkets handelt es sich eigentlich um eine Art von Schmuggler. Sie waren über die letzten Jahrzehnte illegal. Doch vor allem ihr Geschäftsmodell war für die Milliardenumsätze in der chinesischen Enklave verantwortlich. Den Chinesen ist es nämlich kaum möglich Geld ins Ausland zu schaffen. Also sorgten die Junkets dafür, dass die Millionäre und Milliardäre genügend Geld zum Spielen hatten. Mit hohen Zinsen und teilweise auch illegalen Methoden holten sie sich das Geld dann auf dem Chinesischen Festland zurück.

Die Junkets verlieren immer weiter an Bedeutung

Die Junkets waren in den vergangenen Jahrzehnten noch vor den Casinos die Profiteure des Glücksspielbooms. Sie haben Millionen wenn nicht gar Milliarden verdient. Neben den Zinsen von den Spielern haben sie auch von den Casinos Teile der Gewinne abbekommen. Ja teilweise haben sie sogar die privaten High Roller Räume einiger Spielbanken betrieben. Doch diese Zeiten sind vorbei, seit die Chinesische Regierung das Glücksspiel eindämmen und die illegalen Umtriebe um die Casino Spiele verhindern möchte.

Ein Schritt war es die Junkets zu legalisieren. Das heißt sie durften ihrem Geschäft offiziell nachgehen. Dafür aber eben in geordneten Bahnen und natürlich auch unter Aufsicht des Staates. Dieser Schritt hat schon dafür gesorgt, dass viele es aufgegeben haben. Doch einige machten weiter. Und es läuft nicht rund. Um jetzt einen weiteren Überblick zu bekommen sollen die lizenzierten Unternehmen offen legen wie viele der Schulden offen sind.

Nur ein Bruchteil der Schulden werden bezahlt

Aktuell ist es schwer einen Überblick zu behalten. Doch Insider berichten, dass die Junkets kaum noch in der Lage sind die Schulden einzutreiben. Was natürlich auch daran liegt, dass sie dazu nur noch legale Möglichkeiten zur Hand haben. Die Triaden oder andere Verbrecher sind kaum noch daran beteiligt.

Ein großer Teil der Junkets schafft es nicht einmal mehr einen Gewinn zu erwirtschaften. Im Durchschnitt dürfte nur jeder vierte Spieler wirklich seine Schulden zurück bezahlen. Und das so Milliarden Zahlungen ausstehen. Wie diese eingetrieben werden sollen ist nicht bekannt. Aber einige schlagen vor, dass die Casinos sich an den Schulden beteiligen sollten. Doch das dürfte wirklich den Untergang von Macau beschleunigen.

Naht das Ende oder ist es nur ein Downswing

So viel Geld wie in Macau umgesetzt wurde, da werden selbst jetzt nach monatlichen Negativergebnissen von 10 % oder mehr noch mehr Umsätze gemacht als in Las Vegas oder sonst einer Glücksspielmetropole auf der Welt. Doch allzu lange werden sich das vor allem die ausländischen Spielbanken nicht mehr anschauen. Bevor sie nach der amerikanischen Krise, die gerade ausgestanden scheint, auch in Macau noch einige Milliarden mit nicht gespielten Casino Spielen vernichten werden sie wohl lieber weiter ziehen und sich einen anderen Ort suchen.

Doch noch ist das Ende nicht so nahe als es einige Prophezeien. Die Zahlen sind zwar wirklich schlecht, aber sie werden immer weniger schlechter. Wenn es mittlerweile wie im April nur einen einstelligen Rückgang gibt, dann ist das schon Grund zur Freude. Die Krise ist damit noch lange nicht ausgestanden, aber vielleicht wenigstens ein bisschen angehalten. Und wenn das der Fall ist, dann haben die Verantwortlichen auch die nötige Zeit um ihre Strategien zu überdenken und nach neuen Lösungen zu suchen.

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