Mehr Automaten in Kärnten

Erst kürzlich wurden in Ober- und Niederösterreich neue Glücksspiellizenzen an weitere Anbieter ausgegeben. Auch das Burgenland zog mit und erteilte Konzessionen. Nun wurde in Kärnten beschlossen, ebenfalls weitere Lizenzen auszustellen. Das Land legte fest, höchstens zwei Genehmigungen für das Betreiben von Automatenspielen in dafür vorgesehenen Salons zu erteilen. Darüber hinaus gibt es weitere Erlaubnisse für die einzelne Aufstellung einarmiger Banditen. In naher Zukunft dürfen demnach etwa 465 Spielautomaten betrieben werden – allein in Kärnten. Das Land teilte dies pflichtgemäß der Wiener Zeitung mit. Wer Interesse an einer der neuen Konzessionen hat, der kann sich bis zum 21. Januar 2013 bei der Landesregierung melden und bewerben. Die notwendigen Anträge sind ebenfalls dort erhältlich. Die Höchstgültigkeitsdauer für jede Lizenz wurde auf 15 Jahre festgeschrieben. Schon in wenigen Wochen dürfte dann feststehen, wer eine Konzession für den Betrieb eines Automatensalons erhält und wo sich diese befinden werden.

Neuregulierung von Seiten des Bundes

Das „kleine Glücksspiel“, also Spielhallen und Automatensalons im übersichtlichen Jahren, wird im Land Kärnten bereits seit vielen Jahren zugelassen. Jedes Land hatte bisweilen selbst in der Hand, ob es den Betrieb von Spielautomaten erlaubt oder nicht. In Österreich wurde nun jedoch ein neues Glücksspielgesetz entworfen, das sich an die Richtlinien der EU halten muss. Nun entscheidet nicht mehr jedes Land selbst, sondern der Bund bestimmt die Neuregulierung länderübergreifend. Gewisse Entscheidungen können die Länder natürlich auch weiterhin selbst treffen. Möchte ein Land beispielsweise auch weiterhin kein Automatenspiel dulden, so gilt diese Regelung. Dennoch müssen seit der Novellierung diverse Faktoren berücksichtigt werden, um nicht gegen den EU-Entscheid zu verstoßen. Dieser besagt, dass das kleine Glücksspiel aufgrund der Einheitlichkeit in Euro-Staaten nicht gänzlich untersagt werden kann. Kärnten hat sich demnach dazu entschlossen, Glücksspielanbietern ein wenig mehr Raum zu geben und weitere Lizenzen auszustellen, um das Angebot zu erweitern.

Kärnten bald mit noch mehr Slots

Seit der Neuregulierung gab es keinerlei Schwierigkeiten in Sachen Glücksspiellizenz-Vergabe. Der reibungslose Ablauf spricht eindeutig für sich. Die Kritik gilt jedoch dem Finanzministerium. Ihm wird nachgesagt, dass es die Lizenzen geradezu auf die aktuellen Monopole – darunter Casinos Austria – zuschneidet und anderen Anbietern keinerlei Chance auf eine Neuvergabe lässt. Ein weiterer Monopolist, Novomatic, muss sich in Ober- und Niederösterreich derselben Kritik stellen. Aktuell laufen Verfahren in Österreich. Wie diese ausgehen werden und ob die Lizenzbedingungen tatsächlich verfassungswidrig sind, wird die Zeit zeigen. Die Gerichte wissen sich definitiv noch eine ganze Weile beschäftigt.

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