Merkur übernimmt Spielbank

Für Merkur läuft es richtig rund. Es scheint so, dass egal was die Gauselmann Gruppe gerade anfasst, dabei nichts schief gehen kann. So verwundert auch der neuste Deal nicht wirklich. Wie bekannt wurde übernahm das Unternehmen nämlich 40 % der Anteile an der Spielbank Berlin. Ein einerseits unerwarteter Schritt aber andererseits auch logisch wenn man die Entwicklung der letzten Jahre betrachtet.

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um echtes geld spielen

Merkur oder die Gauselmann Gruppe ist weltweit aktiv. Doch gerade in Deutschland wird dieses Unternehmen natürlich besonders beobachtet. Mit fast vier Milliarden Euro Umsatz ist es nicht nur das größte im Glücksspielbereich aktive Unternehmen, sondern auch eines der größten in Deutschland überhaupt. Und mittlerweile sind es nicht mehr nur die Spielautomaten, die zum Erfolg beitragen, sondern auch immer mehr stationäre Spielkasinos sowie das online Geschäft.

Gauselmann betreibt mehrere Spielbanken

Es scheint ein bisschen so als wolle Gauselmann zeigen, dass Spielbanken in Deutschland nicht von Natur aus defizitär sein müssen, sondern dass man damit gutes Geld verdienen kann. Der erste Schritt dabei war die Übernahme der Spielbank Lizenz für Sachsen-Anhalt. Dort versuchten sich jahrelang verschiedene Unternehmer und alle sind mehr oder weniger daran gescheitert. Seit Merkur aber die Spielbank in Leuna-Günthersdorf betreibt blüht das Geschäft.

Es soll eventuell eine weitere Merkur Spielbank in Magdeburg entstehen, doch dazu gibt es aktuell noch keine konkreten Informationen. Die Übernahme der Anteile an der Spielbank Berlin ist aber durch. Und es ist davon auszugehen, dass sich auch dort in Zukunft der Einfluss des Unternehmens positiv auswirken wird.

Merkur und Novoline kooperieren bei der Spielbank Berlin

Was die Übernahme des 40-Prozent-Anteil an der Spielbank Berlin so interessant macht sind die anderen Eigentümer. Neben einer kleinen Beteiligung des Geschäftsführers Günter Münstermann gehören die restlichen Anteile nämlich dem Novomatic Konzern. Und nicht nur Spielautomaten Fans wissen, dass es sich dabei um den Hersteller der Novoline Automaten handelt. Also dem größten Konkurrenten von Merkur überhaupt.

Nicht nur im Bereich der Spielautomaten oder Automatencasinos konkurrieren beide Unternehmen. Nein auch wenn es um Spielbanken geht, standen sie sich bisher immer gegenüber und nie auf der gleichen Seite. Zum Beispiel bei der Vergabe von drei neuen Spielbank Lizenzen in Österreich. Wovon Novomatic zwei und Merkur mit dem Casino Baden eine gewonnen hat.

Doch auch wenn es sich hier um konkurrierende Unternehmen handelt, so handelt es sich doch auch um wirtschaftlich orientierte Unternehmen. So kann man dann davon ausgehen, dass es bei der Spielbank Berlin nicht darum gehen wird den anderen auszustechen, sondern beide Geld verdienen wollen und sich deshalb durchaus bereits im Vorfeld abgesprochen haben.

Gauselmann Stiftung sichert die Zukunft des Konzerns

Wirtschaftlich und strategisch ist Merkur bzw. die gesamte Gauselmann Gruppe sehr gut aufgestellt. Gerade im Deutschen Markt scheint das Unternehmen jede sich bietende Gelegenheit zu nutzen um weiter zu wachsen und die Marktposition zu stärken. Natürlich ohne das weltweite Geschäft deshalb zu vernachlässigen. Doch jetzt wurde oder wird gerade auch auf einem anderen Gebiet die Zukunft des Unternehmens gesichert.

Paul Gauselmann sowie seine Frau und die Kinder haben nämlich gerade ihre Unternehmensanteile in eine Familienstiftung eingebracht. Dies sorgt dafür, dass der Konzern auch in Zukunft nicht von fremden Anteilseignern übernommen wird. Und dieser Schritt sorgt auch dafür, dass im Falle des Todes von einem Eigentümer die anderen keine hohen Erbschaftssteuern bezahlen müssen, die eventuell den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnte.

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