Milde Strafen für Betrüger

Tja es scheint fast so als würde sich Betrug doch auszahlen. Denn sieben Spieler, die im Jahre 2010 die Spielbank betrogen haben kamen mit mehr als milden Strafen davon. Um genau zu sein bekamen zwei von ihnen eine Bewährungsstrafe und die anderen fünf müssen zwischen 700 Euro und 3.600 Euro als Strafe zahlen. Dabei ist man von Betrug in bis zu 83 Fällen ausgegangen und einem Schaden von fast 200.000 Euro.

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Ein Grund für die milden Strafen war auch die Länge des Verfahrens. Es ging von den Taten bis heute fast drei Jahre. So lange haben die Staatsanwälte gebraucht um den Gerichtsprozess vorzubereiten. Dabei waren sie aber wenig erfolgreich, denn obwohl die Taten alle von den Überwachungskameras gefilmt wurden, konnte dabei nicht mit Sicherheit der Betrug nachgewiesen werden. Das Gericht war also auf die Aussagen der beteiligten Betrüger angewiesen. Und diese gaben sich zwar kooperativ, jedoch auch nur in den Fällen, die nicht mehr zu leugnen waren.

So gingen die Betrüger vor

Die Masche der sieben Casino Betrüger aus dem Westen Deutschlands und den Niederlanden ist nichts Besonderes oder war auch nicht besonders kreativ. Sie funktionierte einfach in der Zusammenarbeit zwischen Croupiers und Spieler. Das Team bestand schließlich aus zwei Stammspieler und fünf Croupiers. So konnten die Spieler ihre Annoncen bzw. Einsätze erst machen nachdem die Kugel schon längst gelandet war.

Dies ist eine bekannte Betrugsmasche und wurde sicher in den letzten Jahrzehnten schon zig mal angewendet. Doch sie funktioniert immer wieder. Die Spieler schieben die Chips den mitspielenden Croupiers zu, nuscheln dabei etwas und anschließend tun die Croupiers so als hätten sie die richtigen Zahlen angesagt. Das funktioniert im Normalfall sehr lange, jedenfalls wenn die Kontrollmechanismen versagen.

Den Casinos wird Mitschuld gegeben

Interessant ist auch in der Urteilsbegründung, dass das Gericht den Spielbanken eine Mitschuld gegeben hat. So lange sie nicht dafür sorgen, dass diese Art des Betrugs unterbunden wird. So lange sie es den Spielern direkt ermöglichen bei Roulette noch Einsätze zu tätigen wenn die Kugel bereits gefallen ist, tragen sie eine Mitschuld an den Betrügereien.

Schuld daran ist jedoch vor allem der Abbau an Personal. Während früher an den klassischen Französischen Roulette Tischen noch mehrere Croupiers für einen Tisch verantwortlich waren sind heute viele American, European oder wie die Roulette Tische auch immer heißen mit einem Croupier besetzt. Das dieser dann den Ansturm von teilweise 30 oder mehr Spieler noch überschauen kann ist natürlich unmöglich. Vor allem aber auch, dass dieser Croupier noch irgendwie von irgendjemandem außer den Überwachungskameras kontrolliert wird.

 

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