Nach Pokerverlust Gewinner ausgeraubt

Ja so kann man beim Pokern auch gewinnen. Nicht indem man besser spielt als die Mitspieler, sondern indem man abwartet wer am meisten gewinnt und ihn anschließend überfällt. Mit diesem Trick hat ein 27-jähriger in Wien versucht wieder an Geld zu kommen. Doch wirklich erfolgreich war er damit nicht. Gerade wurde er nämlich vor dem Straflandesgericht in Wien zu einer vierjährigen teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt.

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Zu Gunsten des Angeklagten wirkte sich dabei aus, dass er anscheinend hochgradig spielsüchtig sein. Wie er selbst angab spielte er bereits seit zehn Jahren regelmäßig zwei bis vier Mal die Woche Poker und andere Casino Spiele. Dabei leider wenig erfolgreich. Auch an besagtem Abend hatte er wieder einmal alles verloren und nur noch 20 Euro in der Tasche. Da ging es mit ihm durch, er verfolgte den Gewinner, schlug ihn mit einer Bierflasche nieder und zwang ihn den Gewinn von 9.000 Euro auszubezahlen.

Ganz dummer Überfall des Spielsüchtigen

Dass der Verurteilte nicht wirklich nachgedacht hatte zeigt auch die Tatsache, dass er die Tat noch in der nächsten Umgebung der Spielbank beging und sie so von den Kameras aufgezeichnet wurden. Da in Österreich jeder Spieler registriert ist war es so kein Problem ihn ausfindig zu machen und ihn anschließend entsprechend anzuklagen. Dabei wurden übrigens noch 8,600 Euro der Beute gefunden.

Dieser Betrag wurde dem Opfer zurück gegeben sowie um 400 Euro von den Eltern des Täters aufgestockt. Wie es zu dieser Tat gekommen ist können diese sich auch nicht erklären. Ihr Sohn hatte als Techniker gut verdient und war in einem behüteten Elternhaus mit einer intakten Familie aufgewachsen. Von der Spielsucht haben die Eltern und Geschwister nichts mitbekommen. Dies war übrigens auch ein Grund von der fünfjährigen Mindeststrafe abzuweichen. Der Täter hatte sich davor nichts zu Schulden kommen lassen und war auch geständig. Er erklärte sich zusätzlich bereit eine Therapie zu machen. 16 Monate der Strafe muss er ins Gefängnis der Rest ist auf Bewährung.

Spielsucht führt zu kurzentschlossenem Handeln

Selbst erfahrene Spieler kennen das Gefühl, wenn es mal nicht so lief und jemand anderes abgeräumt hat. Da hat man schon einmal Lust in dessen Chipsstapel zu greifen. Doch nur die wenigsten machen das. In diesem Falle ist es jetzt passiert. Und die Spielsucht des Täters könnte durchaus einer der Hauptgründe gewesen sein warum er sich in diesem Moment nicht mehr unter Kontrolle hatte.

Die milde Strafe in diesem Beispiel soll dem Täter auch eine zweite Chance geben und die Möglichkeit wieder ein geregeltes Leben zu führen.

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