Neue Regeln in der Schweiz

Es scheint so als sei das neue Glücksspielgesetz in der Schweiz so gut wie durch – das bleibt Spielern im Land zumindest zu wünschen. Das letzte Mal wurde 1923 ein Gesetz verabschiedet, an dem die Regierung quasi gar nicht gerüttelt hat. Dass diese Gesetzgebung längst überholt ist, musste man dort aber nun auch feststellen. Schweizer durften beispielsweise weder in Online Casinos spielen noch an Poker Turnieren teilnehmen. Letztlich hat man hier knallhart am Monopol der jeweiligen Kantone – und damit verbundenen Lotterien – festgehalten. Casino Spiele und Poker Spiele anderer Anbieter wurden rigoros abgeschmettert. Durch eine Abstimmung Anfang 2012 haben die Bürger die Regierung nun endlich zum Umdenken bewegen können. Der erste Entwurf eines nagelneuen Glücksspielgesetzes liegt inzwischen vor. Wann er in Kraft tritt und ob weitere Änderungen durchgeführt werden, steht noch in den Sternen.

Nach langer Weigerung: Die Schweiz macht ernst

Die erste Änderung besagt, dass Spieler ihre Gewinne steuerfrei behalten dürfen. Bisher fielen jedes Mal Steuern an, sobald auch nur ein kleiner Betrag gewonnen wurde. Außerdem will man in Zukunft Online Casinos eine Chance geben – allerdings unter Einhaltung strikter Richtlinien sowie strenger Kontrollen. Private Pokerveranstalter bekommen außerdem die Gelegenheit, ihre Spiele außerhalb der staatlichen Casinos anzubieten. Hier gilt jedoch: Die Einsätze müssen gering ausfallen, und auch die Gewinne werden begrenzt. Grund für diese komplette Änderung ist die Tatsache, dass man Wettmanipulation, Geldwäsche und Spielsucht vorbeugen will. Derzeit driften immer mehr Schweizer in illegale Spielbanken ab, da ihnen das Angebot der staatlichen Unternehmen offensichtlich nicht ausreicht.

Änderungen für Spieler und Anbieter

Man kann derzeit davon ausgehen, dass die Schweiz ihre Gesetzesänderungen schon bald in Kraft treten lässt. Schlussendlich muss aber von allen möglichen Anbietern ein Konzept vorgelegt werden, dass den Bereich Spielsucht und Prävention mit einschließt. Die Kontrolle will man hier sehr streng ansetzen, um Schweizer so gut es geht zu schützen.

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