Neue Sperrzeiten in BRD

In der Bundesrepublik Deutschland sollen die Sperrzeiten für lokale Spielhallen künftig geändert werden. Derzeit müssen Etablissements dieser Art zwischen drei und sechs Uhr in der Früh geschlossen bleiben. Zielsetzung des Ordnungsreferenten Volker Ullrich ist es, die Sperrzeit auf neun Uhr zu verlängern. Bis zu dieser Uhrzeit soll Spielern die Möglichkeit verwährt bleiben, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Die Betreiber landbasierter Spielstätten möchten nun gegen diese Neuerung vorgehen und wehren sich immens gegen die geplante Regelung. Einer der Betreiber empört sich besonders über die Denkweise des Staates – und nicht zuletzt über die Vorurteile gegenüber Glücksspiel. Laut Behörden werden Spielhallen nach wie vor unweigerlich mit Spielsucht assoziiert. In keiner anderen Branche sind die Vorurteile so groß. Schließlich würde auch keine Veränderung der Spielzeiten vorgenommen werden, wenn man den Blick auf Alkoholerkrankte richtet, die in einem Etablissement wie diesem ihrem Konsum frönen könnten.

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Schutz vor Spielsucht?

Die Begründung des Beschlusses, die Sperrzeit auf neun Uhr zu erweitern, sieht wie folgt aus: viele Spielsüchtige zocken zumeist noch vor ihrem Arbeitsbeginn, der in vielen Fällen bei neun Uhr am Morgen liegt. Weder nicht pathologische Spieler noch die Idee, dass es in Deutschland auch andere Arbeitszeiten gibt, wurden bei dem Beschluss berücksichtigt. Der besagte Spielhallenbetreiber, der gemeinsam mit vielen weiteren Anbietern plant, dem Staat die Stirn zu bieten, meint dazu: „Jeder Mensch ist für sein Tun und Handeln selbst verantwortlich.“ Natürlich gibt es viele pathologische Spieler, die bereits in den frühen Morgenstunden die nächste Spielhalle aufsuchen, bevor sie ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Die Tatsache, dass es kein Spiel mehr vor neun Uhr geben wird, hält selbige Spieler jedoch kaum davon ab, weiterhin Haus und Hof zu verzocken. Und dies ist nur einer von vielen Aspekten, der beweist, dass das neue Gesetz arg lückenhaft ist.

Ausweichmöglichkeiten im Überfluss

Wie einfach es ist, in anderen Gebieten zu spielen – darunter auch im Netz – wurde bei der Planung der neuen Regelung nicht bedacht. Spielsucht ist eben wie jede Suchterkrankung. Wer einen Weg finden will, seine Lust zu stillen, der findet ihn auch. Überdies ist die neue Regulierung nicht fair gegenüber jenen Spielhallenkunden, die tatsächlich des Spaßes wegen spielen und die ihr Spielverhalten als solches durchaus im Blick behalten. Nicht gefährdete Kunden lässt der Staat wie so oft außer Acht. Genau hier setzen Spielhallenbetreiber nun an und kämpfen mit harten Bandagen gegen die Behörden an, die für die Regulierung des Glücksspiels verantwortlich sind. Wie erfolgreich dieser Kampf ausgeht, wird sich schon sehr bald zeigen.

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