Neuer Casinos Austria Eigner

Lange wurde darüber spekuliert. Nun scheint es beschlossen und entschieden zu sein. Die Staatsholding ÖIAG wird der Münze Österreich ihren Anteil von ca. einem Drittel an der Casinos Austria AG (CAS AG) abkaufen. Die Regierung scheint damit ihr Ziel erreicht zu haben. Doch die Zukunft der CAS AG ist damit noch lange nicht entschieden. Denn auch andere Eigner scheinen ihren Anteil gerne verkaufen zu wollen.

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Das Interessante an der ganzen Sache ist aber der Kaufpreis dieses Anteils. Schließlich sind die Aktien des Spielbankunternehmens nicht öffentlich gehandelt, sondern alle in der Hand von Investoren. Geschätzt wurde bis vor einigen Wochen und Monaten noch der Wert von einer Milliarde Euro. Doch nachdem es nicht mehr wirklich rund läuft und die CAS auch leer ausgegangen ist bei den drei weiteren Casino Lizenzen in Österreich dürfte dieser Wert ziemlich gesunken sein.

Umbaumaßnahmen geplant

Die neuen Eigner der Staatsholding planen anscheinend Großes mit den Casinos Austria. Sie wollen den Konzern umstrukturieren, unter anderem soll der Aufsichtsrat verkleinert und die komplette Unternehmensstrategie neu ausgerichtet werden. Nötig wäre es ja auf jeden Fall, denn nicht nur die Auslandsinvestments laufen in der letzten Zeit kaum noch auch einige der zwölf Spielbanken im Inland sind alles andere als Profitabel.

Doch mit nur einem Drittel der Anteile wird solch ein Umbau nicht gerade einfach, schließlich gibt es noch andere Interessen zu beachten. Weitere Aktionäre sind zum Beispiel mit 36 Prozent die Raiffeisen Banken und mit 17 % die Maria Theresia Bablik Stiftung. Weitere zehn Prozent gehören der Kirchenbank Schelhammer und Schattera und der Rest ist in Privatbesitz unter anderem beim ehemaligen Casino Chef Leo Wallner.

Um die Casinos Austria AG daher endgültig umbauen zu können plant die ÖIAG und der österreichische Finanzminister auch weitere Anteile zu kaufen und so demnächst die alleinige Mehrheit zu übernehmen. Genug Verkaufsinteressenten scheint es zu geben, allerdings ob diese auch gewollt sind einen niedrigen Preis zu akzeptieren ist eine andere Frage.

Novomatic Konzern wohl aus dem Rennen

Als weiterer Interessent wurden auch immer die Novomatic AG gehandelt, wenn auch unter der Hand. Mit dem Verkauf ihres Anteils an dem chilenischen Monticello-Casino hat das Unternehmen auch etwas über 70 Millionen Euro eingenommen und nicht wenige sahen darin die Vorbereitung eines Übernahmeangebots für die Casinos Austria.

Doch dabei scheint es sich wirklich nur um ein Gerücht gehandelt zu haben. Denn die Verantwortlichen der Novomatic AG scheinen kein Interesse daran zu haben die CAS zu übernehmen und damit ein mehr als großes Glücksspielkonklomerat in und aus Österreich zu schaffen.

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