Neues Pokergesetz in Holland

Rund um den Globus stellen sich Spieler und Experten immer wieder dieselbe Frage: Ist Poker ein Glücksspiel, oder aber doch ein Geschicklichkeitsspiel? Bisher gilt Poker in vielen Teilen der Welt offiziell als Glücksspiel. Allerdings fordern Profispieler und Vereine (darunter der Global Poker Index) bereits seit Jahren, Poker als Geschicklichkeitsspiel einzuordnen. 2010 wurde in den Niederlanden ein Urteil gefällt, doch dieses hat ein Gericht heuer revidiert. Tatsächlich ist man nun auch dort der Meinung, dass es sich um ein Glücksspiel handelt – was Auswirkungen auf den Umgang mit dem Klassiker hat.
Als Glücksspiel werden alle Spiele bezeichnet, die nur dann Gewinne abwerfen, wenn im Vorfeld Einsätze entrichtet wurde.

Holland stuft Poker als Glücksspiel ein

Gleichzeitig muss der Ausgang des Spiels zumindest überwiegend zufällig erfolgen. Bedeutenden Einfluss kann man demnach auch bei Poker nicht darauf nehmen, ob eine Runde gewonnen wird. In diesem Fall müsste die Geschicklichkeit über 50% Einfluss haben. Der Kampf um den Status als Geschicklichkeitsspiel wird sicher weiter gehen, und natürlich stimmt es, dass Poker ein wenig Glück fordert, damit es zu einem Erfolg kommen kann. Das Gericht in den Niederlanden stellt das Kartenspiel dennoch auf eine Stufe mit anderen sportlichen Spielen – zum Beispiel Bridge und Schach. Das Problem in Deutschland ist das Glücksspielmonopol, dass sich durch eine Änderung des Status kippen lassen würde. Dann nämlich müsste der Staat Poker in Live Turnieren und online legalisieren.

Weitere Diskussionen möglich

Poker ist ein Glücksspiel, von dem eine Suchtgefahr ausgehen kann“ – nach diesem Motto entscheiden die meisten Gerichte weltweit. Ob sich jemals etwas daran ändern wird, ist fraglich. Immerhin hat die erste Instanz in den Niederlanden von einem Geschicklichkeitsspiel gesprochen. So bleibt die Hoffnung auf eine Änderung in den nächsten Jahren.

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