Österreich geht gegen illegales Glücksspiel vor

Gut so ganz sicher kann man sich gerade ja nicht sein was in Österreich Glücksspiel und was illegales Glücksspiel ist. Schuld daran ist die Novellierung des Glücksspielgesetzes bei dem zum Beispiel Poker neu als Glücksspiel eingestuft wurde. Darin befindet sich dann auch die Neuverteilung entsprechender Lizenzen für Spielbanken, Automatencasinos usw. Kurz gesagt so wirklich Klarheit gibt es in Österreich zum Thema Glücksspiel nicht. Und verschiedene Klagen stürzen dann die einzelnen Parteien in ein noch größeres Durcheinander.

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Unter diesem Hintergrund hat sich die Sicherheitsabteilung der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck auf gemacht und einige Lokale genau unter die Lupe genommen. Dabei wurden mehrere Verstöße gegen das Glücksspielgesetz festgestellt und wie der Leiter der Sicherheitsabteilung Johannes Beer wörtlich sagte „ein großes Ausmaß illegalen Glücksspiels“ aufgedeckt.

Hohe Geldstrafen drohen

Die genannte Aktion war also wie es scheint ziemlich erfolgreich. Es wurde ein privates Casino geschlossen sowie 30 Slots beschlagnahmt bzw. außer Betrieb gesetzt. Das hört sich natürlich auf den ersten Blick sehr toll an, wenn man jedoch weiß, dass es sich dabei um eine mehrere Wochen laufende Aktion handelt ist das Ergebnis auf einmal nicht mehr so überraschend.

Hinzu kommt, dass die beschlagnahmten bzw. versiegelten Spielautomaten ja auch nicht immer gegen irgendwelche Gesetze verstoßen, sondern es teilweise auch nur irgendwelche anderen Probleme geben kann. Und über das angeblich geschlossene private Casino gibt es überhaupt keine Angaben.

Da muss man sich natürlich als Casino Spiel interessierter Leser fragen was ein privates Casino überhaupt ist. Handelt es sich dabei um ein komplett illegales Casino oder einfach ein Automatencasino, dass bis vor ein paar Wochen noch eine gültige Genehmigung besaß und nun im Zuge der Novellierung des Glücksspielgesetzes einfach nicht mit einer neuen Lizenz bedacht wurde. Denn Lizenzen gab es ja eigentlich nur für Casino Austria oder die in der Politik sehr gut vernetzte Novomatic AG.

Strafrechtliche Folgen

Je nachdem wie sich die Sache abgespielt hat, kann es unterschiedliche Folgen für die „Täter“ haben. Pro Übertretung des Glücksspielgesetz an einem Automat, was auch die illegale Aufstellung dieses Spielautomaten beinhaltet, droht eine Strafe von bis zu 40.000 Euro. Beim Veranstalten von illegalem Glücksspiel können noch weit höhere bis zu Freiheitsstrafen drohen.

Interessanter bleibt die Sache wie es aussieht wenn es sich dabei nur um einen Anbieter handelte, der einfach keine Genehmigung mehr besitzt, aufgrund der Novellierung. In dieser Situation sind aktuell gleich mehrere Verfahren in Österreich und der EU anhängig, so dass im Nachhinein die Täter durchaus auch freigesprochen werden können.

 

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