Online Casinos bald legal?

So langsam steigt die Spannung unter Spielern und Betreibern von Online Casinos. Fakt ist, dass sich kaum noch Kunden in landbasierten Spielhallen aufhalten. Der Rückgang ist so deutlich spürbar, dass früher oder später viele Unternehmen schließen müssen. Mitschuld tragen letztlich die digitalen Alternativen, die einfach mehr zu bieten haben – von Slots über klassische Tische bis hin zu spannenden Skill Games.

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Mögliche Legalisierung wird geprüft

Den Hype um Online Casinos kann auch Deutschland nicht stoppen; obgleich man sich hier deutlich zurückhält mit dem Gedanken, die digitalen Spielbanken einfach zu liberalisieren. Jetzt scheint es ganz offensichtlich so als habe sich die Politik ein wenig zum Umdenken bewegen lassen. Eine Prüfung darüber, ob eine Liberalisierung EU-rechtskonform möglich ist, wird bereits in diesem Monat stattfinden. Es gibt bereits klare Richtlinien für Unternehmen, die nicht legal betrieben werden. Diesen wird das Land natürlich auch weiterhin den Kampf ansagen.

Macht Schleswig-Holstein Schule?

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe wird sich jetzt endlich mit der Frage beschäftigen, ob und in welcher Form Online Glücksspiele liberalisiert werden können. Bisher gibt es nur ein einziges Bundesland, das den Betrieb von Internet Casinos legalisiert hat – nämlich Schleswig-Holstein. Die Lizenzen wurden ausgestellt, bevor auch dieses Land in den Glücksspielstaatsvertrag eingestiegen ist, der nunmehr deutschlandweit gilt. Aber: Auch die Unternehmen, die eine Lizenz von Schleswig-Holstein erhalten haben, dürfen ihre Spiele vorerst nur bis zum Jahr 2019 anbieten. Wenn der Bundesgerichtshof nun ein Urteil fällt, dann könnte es tatsächlich passieren, dass Glücksspiele schon bald auch in den übrigen Ländern zulässig sind. Nicht einmal Kritiker der Branche haben etwas gegen diese Liberalisierung einzuwenden.

Prüfungen dauern an

Dass eine Entscheidung begrüßt wird, liegt sicherlich an ein paar Fakten, die sich nicht beschönigen lassen. Mehr und mehr Online Casinos eröffnen inzwischen ihre Pforten – und das komplett unkontrolliert. Allein in deutscher Sprache gibt es laut Schätzungen über 10.000 Anbieter auf dem Markt. Die Betreiber machen es sich leicht: Sie eröffnen ihren Hauptsitz im europäischen Ausland, nutzen damit eine rechtliche Grauzone (Stichwort Dienstleistungsfreiheit) und haben dadurch im Endeffekt freie Hand. Spieler treffen dabei gleich auf zwei Probleme. Erstens ist ihnen meist gar nicht klar, dass sie nicht spielen dürften. Und zweitens scheint es bei so einem riesigen Angebot nahezu unmöglich, seriöse von unseriösen Unternehmen zu trennen. Die Gefahr, an ein schwarzes Schaf der Branche zu geraten, ist entsprechend groß.

Sicherheit an erster Stelle

Sollte der Bundesgerichtshof den Empfehlungen von Suchtexperten folgen, dann wird es womöglich schon in Kürze kein generelles Verbot mehr geben. Stattdessen sollen gezielt Anbieter lizenziert werden – und dem wachsamen Auge von Behörden, die auf Seriosität, Sicherheit und Transparenz achten.

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