Pfarrer klaut Geld für Spielsucht

Die Geistlichen in den USA scheinen es nicht so wirklich ernst zu nehmen mit der Seelsorge. Denn nun ist innerhalb kürzester Zeit schon der zweite Geistliche aufgeflogen, der die Kassen seiner Gemeinde und seiner Schäfchen geplündert hat um seine Spielsucht zu befriedigen. Der erste war ein Rabbi und nun handelt es sich um den Pastor der Gemeinde Saint Bernadette. Einer kleinen Seelsorgeeinheit im US Bundesstaat Massachusetts.

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Stephen Gemme soll im Laufe der Zeit über 230.000 Dollar im Casino verzockt haben. Dieses Geld stammte aus der Gemeindekasse und war für eine Schule vorgesehen. Nachdem der Fall aufgeflogen ist entschuldigte sich der Pastor bei seiner Gemeinde, gab seine Spielsucht zu und nahm professionelle Hilfe in Anspruch. Sein Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft.

Wenig zu befürchten

Doch es scheint fast so als müsste sich der betrügerische Geistliche keine großen Sorgen um seine Zukunft machen. Denn die amerikanischen Behörden scheinen in solchen Fällen sehr unempfindlich zu sein. Um genau zu sein sind ja mittlerweile mehrere Geistliche beim Diebstahl um ihre Spielsucht zu befriedigen erwischt worden. Aber gerichtliche Konsequenzen hatte es bei keinem.

So zum Beispiel ein Rabbi, der erst vor kurzem beim Betreten eines illegalen Casinos geschnappt wurde. Er hatte gefälschte Ausweispapiere bei sich und galt dort als regelmäßiger Spieler. Nachdem er seine Spielsucht zugab und von seinem Posten zurück getreten ist wurde er weder wegen den gefälschten Papieren noch wegen der Teilnahme an illegalem Glücksspiel belangt.

Fast Straffrei kam auch eine Nonne an New York durch. Sie hatte fast 150.000 Dollar geklaut um ihre Spielsucht zu finanzieren. Als sie aufflog, gab auch sie ihre Tat zu, begab sich in professionelle Behandlung und wurde zu 90 Tagen Gefängnis verurteilt. Eine ziemlich kurze Zeit wenn man bedenkt, dass sie sehr viel Geld gestohlen hatte.

Viele Menschen vor Spielsucht nicht gefeit

Die USA hatten ja eine Zeitlang online Casinos, online Poker und alles online Glücksspiel nicht nur verboten, sondern auch es fast unmöglich gemacht, dass Amerikaner daran teilnehmen. Doch so wirklich scheinen sie damit ihre Bürger nicht zu schützen. Denn während diese Fälle nur die Speerspitze sind steigen auch in den USA die Zahlen von problematischen Spielern.

Es gibt immer mehr Fälle von bekannten Persönlichkeiten oder sagen wir mal Führungskräften, die der Spielsucht verfallen und dabei nicht nur sich selbst schaden. Oftmals werden wie in dem Fall der Nonne und des Pastors dann auch noch Gelder der Gemeinde, die für soziale Zwecke gedacht waren, veruntreut.

 

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