Razzia in Gaststätte

In München ging es vor einigen Stunden heiß her. Polizeibeamte, die auf Zivilstreife unterwegs waren, entdeckten eher zufällig eine Gaststätte, in der sich Betreiber und Gäste mit unerlaubtem Glücksspiel beschäftigten. Aufmerksam wurde die Polizei auf den Fall, weil vor besagtem Lokal einige Aufpasser zu sehen waren, dich sich auffällig umsahen – wie man nun weiß, um die Spieler im Inneren der Gaststätte vorzuwarnen, sollte sich Jemand nähern. Immer wieder liefen Männer draußen umher und schauten sich die nähere Umgebung derart genau an, dass der Streife direkt bewusst war, dass dort etwas nicht mit rechten Dingen zugehen konnte. Schließlich ist eine Gaststätte nun nicht gerade der Ort, der unbedingt regelmäßig bewacht werden muss. Die Intuition der erfahrenen Beamten sollte sie nicht täuschen, denn schon kurze Zeit später konnte sie illegale Glücksspieler festnehmen. Ganze 36.000 Euro flossen ganz offensichtlich allein an diesem Abend über den Tisch in der Milbertshofener Gaststätte. Diesen Betrag stellte die Polizei direkt vor Ort sicher. Seit wann das illegale Glücksspiel dort betrieben wird, ist bisweilen unklar. Faktisch müssen sich die teilnehmenden Spieler jedoch für ihre Straftat verantworten.

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Großaufgebot der Polizei stoppt Glücksspieler

Bevor es zum Zugriff in Form einer Razzia kam, beobachteten die Polizeibeamten das Geschehen vor dem Lokal eine ganze Weile. Schließlich, einige Minuten nach Mitternacht, wurden die Rollläden von innen geschlossen, so dass es unmöglich war, einen Blick auf das zu erhaschen, was sich im Inneren der Gaststätte abspielte. Zumindest schemenhaft konnten die Beamten jedoch Bewegungen wahrnehmen, die man auch bei Würfelspielen macht. Natürlich stürmten die beiden Zivilstreifen den Laden nicht alleine, sondern sie riefen zunächst Verstärkung. Ein Großaufgebot an Polizisten stoppte kurz darauf vor dem Ort des Geschehens und startete die umfangreiche Razzia, bei der unter anderem besagte 36.000 Euro sichergestellt werden konnten. Mitten im Lokal fanden die Beamten außerdem einen Würfeltisch. Angetroffen wurden ganze 27 „Gäste“, die ganz offensichtlich Größeres vorhatten und sich nicht nur einen gemütlichen Abend unter Freunden bei Bier und einer Zigarette gönnen wollten.

Spieleinsätze konfisziert

Hinter einem der im Lokal aufgestellten Spielautomaten – der übrigens erlaubterweise dort angebracht war – fanden Beamte die ersten 10.000 Euro. Noch einmal 26.000 Euro lagen offensichtlich auf dem Spieltisch und wurden ebenfalls eingesammelt. Man geht davon aus, dass es sich bei dem Geld um den Spieleinsatz der Teilnehmer handelte. Im ersten Zug folgte eine Anzeige gegen den Betreiber des Lokals. Dieser hat mit ernsthaften Konsequenzen zu rechnen. Aber auch seine „Gäste“ müssen davon ausgehen, dass ihr Spielspaß im Lokal rechtliche Folgen hat.

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