Regulierung des Onlinespiels in Österreich

Nun hat auch Österreich begriffen, dass der Wachstum des Online Glücksspielmarktes nicht aufzuhalten ist – auch nicht durch ein komplettes Verbot. Deshalb kommt man nun zu dem Schluss: Eine Regulierung des Marktes muss her. Bisher gibt es lediglich win2day.at, eine Lotterieplattform im Netz, die den Casinos Austria angehört und als einziges Unternehmen legal in Österreich betrieben werden darf. Offensichtlich reicht diese Plattform aber bei Weitem nicht aus, denn immer mehr Österreicher beschäftigen sich auf nicht lizenzierten Seiten mit Glücksspielen und Lotterien. Gerade Pokerspieler in der Alpenrepublik haben das World Wide Web für sich entdeckt. Im Grunde genommen lässt sich nicht einmal nachvollziehen, welche Bürger wo spielen und um welche Summen es tatsächlich geht. Kontrollen durchzusetzen, würde schlussendlich auch ein Vermögen kosten.

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Glücksspiele im Netz immer beliebter

Das Finanzministerium in Österreich hat sich nun dazu entschlossen, neue Wege zu gehen und eine Lösung für das wachsende Problem zu finden. Man will illegale Anbieter einschränken, den Bürgern dafür aber lizenzierte und regulierte Alternativen anbieten. Als Begründung nennen die Zuständigen den Spielerschutz, doch im Endeffekt geht es auch darum, von Steuern und Gebühren zu profitieren. Das würde aber wohl niemand offiziell verlauten lassen. Der Staat bekäme ein großes Stück vom Kuchen ab, sobald offizielle Lizenzen an private Wettanbieter, Online Casinos und Pokerseiten herausgegeben würden.

Potentielle Einnahmen in Millionenhöhe

Ein relevantes Thema ist der Spielerschutz dennoch, denn seit es mobile Apps gibt, wird die Zielgruppe ausländischer Glücksspielanbieter immer jünger. Hier ist ein wachsendes Problem zu erkennen, dem man entgegenzuwirken versucht. Win2Day ist ein schlechtes Beispiel dafür, wie eine solche Regulierung aussehen kann. Glaubt man Beiträgen von Kunden, dann ist es dort problemlos möglich, all sein Hab und Gut zu verzocken. Einschränkungen im Budget sowie Kontrollen scheint es nicht wirklich zu geben. Stefan Storr, der als Professor am Institut für Öffentliches Recht tätig ist, soll nun eine Studie auf die Beine stellen und herausfinden, wie sich das Glücksspiel am besten regulieren lässt. Und vor allen Dingen, welche Gegebenheiten für Spieler wesentliche Aspekte darstellen.

Regulierung in Planung

In naher Zukunft kann es durchaus sein, dass Österreich den neuen Weg beschreitet und das Monopol kippt – zugunsten einer besseren Überwachung und Verhinderung von illegalem Glücksspiel. Die bisher laufenden Plattformen ohne Lizenz werden bis dahin zwar nicht gesperrt, doch dem Ministerium ist durchaus bewusst, dass eine Änderung her muss – wie auch immer diese aussehen mag.

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