Reizgasangriff bei Razzia

Normal verlaufen die Razzien der Finanzpolizei doch recht friedlich. Auch wenn es meist um ein ziemlich delikates Thema geht. Die Rede ist von illegalem Glücksspiel. Gerade nach dem Automatenverbot in der Hauptstadt finden immer mehr Spiele in illegalen Lokalitäten in Wien statt. Als dieses Mal die Finanz solch ein illegales Casino kontrollieren wollte sind sie mit Reizgas attackiert worden.

Drei Polizisten sowie weitere Besucher dieses illegalen Casinos sind dabei verletzt worden und mussten im Krankenhaus behandelt werden. Die Razzia konnte aber trotzdem zu Ende geführt werden. Entsprechende Ermittlungen wurden eingeleitet. Auch wegen der Reizgaskapsel, die wie es scheint zwar manuell aber per Fernzünder ausgelöst wurde.

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Die Finanzpolizei stürmt illegales Casino

In diesem Fall handelt es sich um ein Glücksspiellokal in der Hütteldorfer Straße in Wien. Die Einheit war wie es in solchen Fällen üblich ist nicht mit Personal besetzt. Stattdessen wurde alles per Video Kamera überwacht. Auch der Eingangsbereich. Und hier kam es dann schon zu den ersten Problemen. Rechtlich ist die Finanzpolizei nämlich gefordert sich auch als diese Auszuweisen. Dementsprechend wurde die Tür nicht geöffnet und musste eingebrochen werden.

Drin ist dann sofort die Reizgaskapsel gezündet worden. Oftmals sind solche Kapseln zum Schutz der Gelder in den Spielautomaten angebracht. Da kein Überwachungspersonal vor Ort ist müssen die doch recht hohen Bargeldbestände eben anderweitig gesichert werden. In diesem Fall war die Sache aber anders. Die Kapsel war nicht nur für etwaige Aufbrecher der Spielautomaten bestimmt, sondern sie wurde ferngezündet und hat damit sowohl die Polizei wie auch die anwesenden Gäste gefährdet.

Mehrere Ermittlungen eingeleitet

Trotz der Verletzten Finanzpolizisten kann man durchaus von einem Erfolg sprechen. 16 Spielautomaten und Casino Spiele wurden konfisziert und beschlagnahmt. Die Personalien mehrerer Spieler wurden festgestellt und dabei auch gleich mehrere Verfahren eingeleitet. Erschreckend an der ganzen Sache ist vor allem, dass auch ein 16-jähriger Jugendlicher in dem illegalen Casino aufgefunden wurde.

Gegen die möglichen Betreiber wurde neben einem Verfahren wegen illegalem Glücksspiel auch eines wegen schwerer Körperverletzung eingeleitet. Die Ermittlungen werden sich allerdings durchaus etwas komplizierter gestalten. Schließlich sind solche Hinterhofcasinos oftmals mehrfach untervermietet umso den wahren Betreiber zu verschleiern.

Glücksspielverbot fördert illegale Spiele

Schaut man sich diesen oder andere Vorfälle in Wien an, dann muss man sich einfach fragen ob ein komplettes Spielautomaten Verbot außerhalb der Spielbanken der Casinos Austria wirklich Sinn macht. Schließlich scheinen viele Spieler nun einfach den Weg in die Illegalität gewählt zu haben. Auch in Sachen online Casinos kann man einen großen Zulauf beobachten.

Gerade die illegalen Betreiber sind nicht wirklich zimperlich. Sowohl wenn es darum geht Spielsucht zu bekämpfen oder etwas für den Jugendschutz zu tun. Schließlich kann man es an diesem Fall wieder sehen, dass überhaupt keine Kontrollen stattgefunden haben. Wie sonst hätte ein Jugendlicher den Weg dahin finden können.

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