Schlechte Prognosen in den USA

Ein wenig überraschend kam die letzte Wendung in Sachen Prognosen für Umsätze von online Casinos in den USA. Die Investmentbank Morgan Stanley hat nämlich ihre Prognose fast halbiert. Während die Experten vor nicht mal einem halben Jahr davon ausgegangen sind, dass bis 2020 gut fünf Milliarden Dollar jährlich umgesetzt werden, wurde diese Zahl nun dramatisch nach unten korrigiert. Es sollen jetzt nur noch 2,7 Milliarden sein.

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Das einzig beruhigende an dieser Schätzung ist wenn man sich anschaut warum sie korrigiert wurde. Es liegt nämlich nicht daran, dass die Banker auf einmal der Meinung sind die Amerikaner wollen weniger im Internet spielen. Da sind sie immer noch von den Möglichkeiten von online Casinos und online Poker begeistert. Vielmehr liegt es an der Einschätzung, dass die Kosten höher ausfallen werden aufgrund von mehreren Unwägbarkeiten und Gegnern.

Gegner von online Casinos stark in den USA

Wer die Meldungen nicht ausführlich verfolgt, der bekommt gar nicht mit, dass die Gegner von online Casinos in den USA zwar nicht mehr in der Mehrheit sind. Allerdings mindestens genau so laut sind wie die Befürworter. Grund ist natürlich vor allem Sheldon Adelson, der diese Lobbygruppe mit Millionen unterstützt und auch nicht zurück schreckt Gesetze einzubringen, die einige der grundlegendsten amerikanischen Gesetze weg wischen.

Doch es ist nicht nur der Restoration of Americas Wire Act oder kurz RAWA, der den Experten Sorge bereitet. Auch die Tatsache, dass viele Bundesstaaten sich weiterhin weigern online Glücksspiele zu legalisieren ist ein wenig erschreckend. Bis vor einem halben Jahr sind die Fachleute von Morgan Stanley noch davon ausgegangen, dass bis 2020 20 Bundesstaaten online Casinos erlauben. Jetzt gehen sie nur noch von maximal 15 aus. Hinzu kommen hohe Kosten bei den Finanztransaktionen für die Internetcasinos. Alles Gründe, die dafür sprechen, dass die Zukunft nicht so rosig ist als es mal gedacht wurde.

Glücksspiel in den USA allgemein rückläufig

Doch es ist auch nicht zu verkennen, dass in den USA einfach von Jahr zu Jahr weniger gespielt wird. In Nevada wurden im Februar 4 % weniger Umsatz gemacht. Bei den Poker Einnahmen ging dieser sogar um 8 % zurück. Die Haupteinnahmen der Glücksspielmetropole sind mittlerweile nicht mehr die Glücksspiele.

Doch während Las Vegas aus anderen Quellen Einnahmen generieren kann, ist das in den online Casinos nicht möglich. Dort gibt es nur die Spieleinnahmen und sonst nichts. Sollten die Umsätze weiter fallen, dann wird auch der Markteinstieg immer weniger lukrativ.

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