Schlechter Freitag in Zürich

Viele Menschen sind abergläubisch und haben wahrscheinlich nur darauf gehofft, dass Freitag der 13. möglichst schnell wieder ein Ende hat. Rein wissenschaftlich passiert an diesem Tag genauso viel oder wenig Unglück wie an jedem beliebigen anderen Tag auch. Dass es anders sein kann, beweist der jüngste Fall aus Zürich. Dort nämlich wurde ausgerechnet am vergangenen Freitag, den 13. März 2015, eine illegale Runde aus Zockern hochgenommen. Die Herrschaften hatten wohl doch das große Pech für sich gepachtet – und sie müssen sich nun für ihre Tat verantworten.

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Razzia am Freitag den 13.

Wie in allen europäischen Ländern achtet man auch in der Schweiz mehr darauf, der Illegalität von Glücksspielen entgegenzuwirken. Dass gerade am Freitag den 13. Eine Razzia durchgeführt wurde, is in Zürich ebenso wenig ungewöhnlich wie in Deutschland oder Österreich. Der Schutz vor Betrug kennt eben keine Unglückstage, und im Gegensatz zu den aufgeflogenen Zockern hatten die Behörden an diesem Tag sogar richtig viel Glück. Ihnen gingen gleich mehrere Spieler ins Netz, die nun ihre Konsequenzen zu erwarten haben.

Acht Verdächtige angezeigt

Die Stadtpolizei Zürich hatte sich bereits am Morgen des vergangenen Freitags auf den Weg in die Stadt gemacht, um einigen Hinweisen nachzugehen und regulär verschiedene Restaurants, Kneipen und Co. zu überprüfen. Was für sie ein Volltreffer wahr, das dürfte den acht Herren sauer aufstoßen, die in einem Restaurant ihrem illegalen Kartenspiel nachgingen und ausgerechnet am Freitag den 13. mit ihrer Aktion aufflogen. Sieben der acht Teilnehmer hatten es sich am Spieltisch gemütlich gemacht. Alles in allem befanden sich dort 5.000 Euro sowie 8.500 Schweizer Franken – vermutlich die Spieleinsätze, die sich die Spieler gegenseitig zuschoben.

Geld beschlagnahmt – Razzia erfolgreich

Bei dem achten Verdächtigen handelte es sich um den Inhaber respektive Geschäftsführer des Lokals. Er nahm zwar nicht an dem Kartespiel teil, ließ dieses aber unerlaubterweise zu. Deshalb wurde er sofort angezeigt und muss sich genauso für sein Verhalten verantworten wie die Spieler selbst. Das komplette Geld wurde kurzerhand von den Beamten der Züricher Polizei beschlagnahmt. Was letztlich aus der Anzeige wird, steht noch nicht fest. Bleibt zu hoffen, dass die Verhandlung nicht ausgerechnet wieder an einem Freitag den 13. Stattfindet.

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