Schwedens neues Gesetz

Schweden will in Kürze ein neues Glücksspielgesetz verabschieden. Mr. Shekarabi, der Minister für Öffentliche Verwaltung, möchte die Änderungen bis 2018 durchkriegen, denn das aktuelle Glücksspielgesetz ist offensichtlich nicht so effektiv wie es sein müsste. Ziel ist es, den Umschwung bereits vor den nächsten anstehenden Landeswahlen durchzusetzen. Das eigens dazu entwickelte iGaming Regulierungsprojekt wurde bereits vor einigen Tagen vorgestellt. Hierbei geht es vor allen Dingen um die Lizenzvergabe und dazu erforderliche Kriterien, die von Seiten der Anbieter erfüllt werden müssen. Die derzeit bestehende Monopolisierung in Schweden stellt nämlich ein großes Problem dar, weil sie gegen das geltende EU-Recht verstößt. Nun blieb dem Minister, der das Projekt vorgestellt hatte, nichts anderes übrig als eine Reaktion zu zeigen.

Monopol muss gekippt werden

Kritik kassiert Schweden mit seiner Versteifung auf das Glücksspielmonopol schon seit mehr als einem Jahr. Online Wettdienstleister und andere Glücksspielanbieter werden im Land nicht toleriert. Der Verstoß gegen das EU-Recht wird nun allerdings immer deutlicher, und man fordert klare Veränderungen. Es ist sogar ein Verfahren anhängig, denn Schweden beschränkt alle Glücksspiellizenzen – sowohl für staatliche Betreiber außerhalb des Monopols als auch für ausländische Dienstleister der Branche. Dabei besagt das europäische Recht, dass eine Dienstleistungsfreiheit geboten werden muss. Anbieter von Glücksspielen dürfen da nicht außen vor gelassen werden.

Gesetzesänderung als Reaktion

Da Schweden immer mehr unter Druck gerät, scheint es nun einen Umschwung zu geben. Man will sich laut Angabe des Generalsekretärs der Online Glücksspielbetreiber nun darum kümmern, schon in den kommenden Wochen Änderungen am vorliegenden Gesetz vorzunehmen. Dadurch könnten ausländische und staatliche Betreiber endlich ihre Liberalisierung erhalten. Die Anpassung an das EU-Recht wäre damit erledigt. Ob sich Schweden allerdings wirklich so schnell um die Neuregulierung bemüht wie versprochen, wird sich zeigen. Bis dahin bleibt das Verfahren weiterhin anhängig.

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