Spielautomaten Betrug

Johann Graf gilt als einer der reichsten Männer in ganz Österreich. Der gebürtige Österreicher hat es geschafft, Geld geradezu zu scheffeln – und zwar durch Spielautomaten. Mit ihnen wurde er im Handumdrehen zu einem Multimillionär der Extraklasse. Schon seit 33 Jahren steht er oben auf der Liste der bestbetuchten Menschen. Dennoch üben nun sehr viele Menschen Kritik an seinen Geräten, denn diese weisen ganz offensichtlich Fehler auf.

Als Graf mit seiner Karriere begann, hätte sie nicht steiler starten können. Schon nach kurzer Zeit hatte sich sein Konzern, bekannt als Novomatic, in 80 Ländern der Welt verbreitet. Man kann sich also vorstellen, wie viel Geld diese eine Person Jahr für Jahr einnimmt, denn es gehen Milliarden durch seine Automaten. Die Umsätze sind so hoch wie bei kaum einem anderen Glücksspielkonzern, und doch scheint nicht immer alles mit rechten Dingen zuzugehen – und das, obwohl Novoline halb Deutschland eingenommen hat. Der Durchbruch in unserem Nachbarland gelang bereits vor gut einem Jahrzehnt, und zwar in Kooperation mit Löwen, einer traditionellen Glücksspielfirma.

Alle Spielautomaten der Marke stellt der Konzern Novomatic seit der ersten Stunde eigenhändig her. Der Großteil der Geräte ist in lokalen Spielhallen zu finden, und selbst die konkurrierenden Unternehmen wissen die Vorteile der Novoline Spielautomaten zu schätzen. Jetzt kam es jedoch schon mehrfach zu Vorfällen, die Kritikern der Branche ein Dorn im Auge sind. Schwierig scheint das Ganze zu sein, seit die Geräte nicht mehr mechanisch betrieben sind, sondern mittels moderner Computersoftware.

Zufallsgeneratoren entscheiden darüber, ob und wie viel ein Spieler gewinnt. Doch ist die Technik tatsächlich so vertrauenswürdig und ausgereift, wie man ihr nachsagt? Kritiker sind da ganz anderer Meinung und befürchtet, dass die Spielautomaten von Novomatic selbst manipuliert werden könnten, um konkurrierende Unternehmen – immerhin 5.000 in Deutschland – die Marktposition streitig zu machen.
Die Firme Löwen in Deutschland, eine Tochtergesellschaft von Novomatic, dementiert derartige Vorwürfe logischerweise rigoros. Hier heißt es, dass alle Spielautomaten mit denselben Funktionen und Chancen ausgestattet sind. Die Schwierigkeit, einen guten Mittelweg der Auszahlungen zu finden, ist natürlich nicht unter den Teppich zu kehren. Würden die Spielhallen der Löwen nur kleine Summen und das auch noch selten ausschütten, wäre dies das Ende der Firmenkette. Schließlich laufen ihnen die Kunden dann zwangsläufig davon und wechseln zur Konkurrenz. Andersherum führen zu hohe Auszahlungen zu einer Pleite, die sich nicht vermeiden lässt. Ein Konkurrent namens Eiba behauptet weiterhin, dass alle Novomatic Geräte Werksfehler aufweisen. Nun kämpfen die Glücksspielfirmen darum, wer Recht behält.

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