Spieler klagt Casino an

Wer in Las Vegas zockt, der muss natürlich damit rechnen, dass er auch mal verliert. Ein Geschäftsmann aus Kalifornien will diese Tatsache allerdings nicht akzeptieren und hat sich kurzerhand dazu entschieden, das Casino einfach zu verklagen. Begründet wird die Anklage damit, dass er innerhalb mehrerer Stunden alkoholisiert und sich der Tatsache nicht bewusst war, inzwischen rund 500.000 Dollar ausgegeben zu haben. Laut ihm hätte die Spielbank ihn gar nicht an die Geräte gehen lassen dürfen, denn letztlich tragen die Casinos eine Mitverantwortung für ihre Gäste. Der „Geschädigte“ Mann heißt Mark Johnston, ist 52 Jahre alt und spielte im Downtown Grand Las Vegas Hotel & Casino, das ihn laut seiner Auffassung um eine halbe Million US Dollar gebracht haben soll. Laut ihm hätte den Mitarbeitern sei stark betrunkener Zustand auffallen müssen. Im Januar 2014, als sich dieses Szenario im Casino abspielte, wurde er aber nicht des Platzes verwiesen, sondern stattdessen bekam er noch mehr Drinks, und man gab ihm sogar Kredite.

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Spieler verzockt betrunken 500.000 Dollar

Laut Johnston habe sich das Casino deshalb gesetzeswidrig verhalten, weil es keine offensichtlich betrunkenen Gäste spielen lassen darf. Üblicherweise werden Kunden, deren Zustand auffällig ist, weder an die Roulette Tische noch an Spielautomaten gelassen. Diesmal allerdings wurde er in den rund 17 Stunden seines Aufenthalts geradezu mit immer weiteren Getränken „abgefüllt“. Rund 20 Drinks nahm er zu sich, während er immer mehr den Überblick darüber verlor, wie hoch sein Kredit in der Zwischenzeit war. Schlussendlich hatte er schon vor seinem Besuch in dem Casino mehrere Drinks gehabt und was nicht einmal ganz nüchtern, als er sich dorthin begab. Dass gleich 500.000 Dollar über die Tische wanderten, kann er sich gar nicht erklären. Dies allein beweise doch, dass er längst nicht mehr Herr seiner Sinne war. Wie viel der Mann sonst einsetzte, ist zur aktuellen Stunde nicht bekannt. Auch weigerte sich das Casino, selbst eine Aussage zur Sachlage zu machen.

Hat das Casino Schuld?

Das Gericht hat jetzt alle Hände voll damit zu tun, die Geschehnisse zu rekonstruieren und zu entscheiden, in wie weit das Casino eine Mitschuld an den hohen Schulden trägt. Möglicherweise haben die Mitarbeiter tatsächlich gegen Vorschriften verstoßen. Dies gilt es aufzuklären. Wenn der Besucher tatsächlich betrunken wirkte, hätte er keinen Zugang zu den Spielbereichen bekommen dürfen. Sollte sich bewahrheiten, dass die vom Betroffenen gemachten Aussagen alle zutreffen, wird die Spielbank Schadenersatz leisten müssen – das steht schon jetzt fest. Die Gesetze in Las Vegas sind diesbezüglich eindeutig.

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