Spielsüchtiger muss bezahlen

Eigentlich ist das Urteil selbst nicht wirklich überraschend. Der schweizer Milliardär hat im Londoner Ritz Club mehrere Millionen Pfund verloren. Am Ende wollte er nicht bezahlen und begründete dies mit einer Spielsucht. Das Gericht entschied nun anders und verurteilte den Spieler sogar noch zur Zahlung der Zinsen. Ein Urteil mit Folgen, denn Safa Abdulla Al-Geabury gab an nicht nur Spielsüchtig zu sein, sondern auch sich selbst in allen Londonern Casinos gesperrt zu haben.

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Die Geschichte an sich ist nun eigentlich schon etwas älter. Die Tat ereignete sich nämlich bereits im Februar 2014. Damals spielte der Milliardär im Ritz Club Casino und hatte einen ganz schlechten Lauf. Er machte an einem Abend einen Verlust von zwei Millionen Pfund. Ein anschließend geforderter Kredit von fünf Millionen Pfund wurden ihm verwehrt, so dass dem Spieler gar nichts anderes übrig blieb als zu gehen. Er bezahlte noch mit einem Scheck. Dieser war jedoch nicht gedeckt und platzte.

Klage und Gegenklage eingereicht

Nachdem der Ritz Club dann eine Klage über die Zahlung der offenen Summe eingereicht hatte reichte der in London lebende Schweizer eine Gegenklage ein. Er forderte dabei nicht nur eine Entschädigung, sondern auch noch die Rückgabe von Verlusten aus den Jahren davor. Denn bereits im Jahre 2013 lies er in dem britischen Casino mehrere Millionen liegen.

Als Begründung für seine Forderung nannte er seine Spielsucht und eine von ihm selbst beantragte Sperre in all den Londonern Casinos und Clubs. Warum diese im Ritz nicht gültig war ist nicht bekannt. Jedenfalls sah die Richterin in solch einer Spielsucht oder einer möglichen Sperre kein Grund darin dem Spieler recht zu geben. Sie begründete das Urteil zur Zahlung der ausstehenden Spielschulden damit, dass er ja nicht die Casino Spiele hätte spielen und das Spielbank Personal über seine Spielsucht oder Sperre informieren hätte müssen.

Fragwürdiges Urteil in Sachen Spielsucht

Ob Al-Geabury gegen das Urteil vorgehen wird ist nicht bekannt. Auf jeden Fall sollte es ihm nichts ausmachen das Geld zu bezahlen. Schließlich ist er reich genug. Aber ein bisschen erschreckend ist das Urteil trotzdem. Vor allem auch weil die Richterin sich nicht wirklich ausreichend über die Hintergründe der Sperre und der Spielsucht informiert hatte.

Vielmehr hat sie sich sofort auf die Seite des Ritz Clubs geschlagen und sich von diesen Argumenten überzeugen lassen. Natürlich hat das Casino nicht Unrecht. Schließlich hat der Spieler das Geld dort verloren. War er allerdings wirklich gesperrt, dann sieht die Sache schon ganz anders aus. Dann kann durchaus die Spielbank mitverantwortlich gemacht werden.

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