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Sportwetten Gewinn einklagbar

Glücksspielgewinne sind Ehrensache. Das heißt es immer wieder wen nein Spieler seinen Gewinn einfordert. Und meistens wird ja auch gezahlt. Aber eben nicht immer. Der Oberste Gerichtshof hat nun entschieden, dass Gewinne aus Sportwetten eben keine Ehrensache sind, sondern bezahlt werden müssen. Sie sind damit einklagbar – natürlich nur wenn der Kläger auch auf der rechtlich sicheren Seite ist.

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Hintergrund dieses Verfahrens war ein Gewinn aus dem Jahre 2012. Damals hatte die Mitarbeiterin eines Wettbüros in Wien eine Kombi Wette gespielt und fast 20.000 Euro gewonnen. Um genau zu sein: sie hatte mit 25 Euro Einsatz einen Gewinn von 19.576 Euro gemacht. Also eine wirklich stolze Summe. Doch der Buchmacher wollte nicht zahlen. Das brisante an der Sache war nämlich, dass die Gewinnerin nicht nur Mitarbeiterin des Sportwetten Anbieters war, sondern zur Zeit als sie die Wette abgegeben hat sogar gerade im Dienst.

Mitarbeiterin soll Insiderwissen verwendet haben

Doch die Sache wird noch brisanter oder spannender. Der Sportwetten Anbieter gibt nämlich an, dass bei dieser Wette wie sie von der Gewinnerin gespielt wurde der maximale Gewinn begrenzt ist. Sie hätte demnach nur 10.000 Euro gewinnen dürfen. Dass es ihr doch gelungen ist mehr zu gewinnen liegt zum einen daran, dass sie mit einem Partner zusammen gearbeitet hat und zum anderen so genanntes Insiderwissen nutzte um das Computersystem zu überlisten.

Doch trotz dieser Argumente hat der OHG nicht im Sinne des SportwettenAnbieters entschieden. Für die Richter war nämlich klar, dass so lange es der Mitarbeiterin nicht verboten war während der Arbeitszeit Sportwetten zu tätigen oder Casino Spiele zu spielen, ist der Arbeitgeber auch verpflichtet den möglichen Gewinn auszubezahlen. Und verboten war es der Frau nicht zu spielen. Sie und die anderen Mitarbeiter sollen sogar regelmäßig gespielt haben.

Urteilsverkündung wirft Fragen auf

Das Urteil des Obersten Gerichtshofs ist nun die letzte Instanz dieses Verfahrens. Jedoch wirft die Urteilsbegründung durchaus mehrere Fragen auf. Während nämlich der Richter das Thema erlaubtest oder nichterlaubtes Spielen während der Arbeitszeit ausführlich thematisierte und eventuell damit sogar ein Statement setzen wollte, blieb eine Aussage zu den anderen Vorwürfen völlig aus.

Zum Vorwurf das die Gewinnerin Insiderwissen bzw. einen Computerfehler nutzte um überhaupt so viel Geld gewinnen zu können äußerte sich das Gericht nicht. Was doch ein ungewöhnlicher Vorgang ist. Schließlich ist dieses Insiderwissen doch das Brisante an dem Fall. Ob das aber dazu führen könnte, das Verfahren doch noch einmal aufzurollen ist fraglich.

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