Steuern auf Glücksspielgewinne möglich

Es war schon ein Schlag ins Gesicht vieler Spieler als Gerichte vor einigen Jahren entschieden haben, dass langfristige Poker Gewinne in Deutschland auch versteuert werden müssen. Um genau zu sein ging es dabei um den Poker Spieler Eddy Scharf. Der ehemalige Pilot wurde nämlich vom Finanzamt genötigt rückwirkend auf seine im Internet hinterlegten Gewinne Steuern zu bezahlen.

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Die rechtliche Grundlage darauf war mehr als Zweifelhaft. Vor allem auch weil es dem Spieler nach so langer Zeit nicht mehr möglich war seine Ausgaben und Verluste entgegen zu rechnen, so dass er auf alle Gewinne Steuern bezahlen musste. Was aber sicherlich nicht den tatsächlichen Gewinnen, die am Ende übrig blieben entsprachen. Deshalb hat Scharft nicht aufgegeben und weiter über mehrere Instanzen geklagt. Nun hat der oberste Gerichtshof in diesem Fall entschieden – doch Klarheit bringt dieses Urteil immer noch nicht.

Gewinne aus Poker und Glücksspielen eventuell besteuerbar

Grundlage der bisherigen Rechtsprechung war die Begründung, dass Eddy Scharf durch sein Können eben Poker nicht als Glücksspiel betreibt, sondern als langfristige Möglichkeit Geld einzunehmen. Und das ist dann eben nach dem Einkommenssteuergesetz auch steuerpflichtig. Diese Aussage wurde nun nicht mehr genau so getroffen, allerdings ging auch dieses Mal die Argumentation in eine entsprechende Richtung. Jedoch wurde in diesem Urteil in den Vordergrund gestellt, dass es im Einkommenssteuergesetz den Begriff des Glücksspiels nicht gibt.

Heißt ganz einfach, dass das Einkommenssteuergesetz nicht unterscheidet woher die Gewinne stammen. Sobald sie aus einer Tätigkeit kommen, die langfristig darauf ausgelegt ist Gewinne zu erzielen müssen darauf eben auch Steuern bezahlt werden. Was nichts anderes bedeutet wie wer beim Glückspiel über einen längeren Zeitraum gewinnt muss darauf Steuern bezahlen, wer verliert kann das nicht absetzen.

Unklarheit bleibt bestehen

Mit diesem Urteil ist klar, dass auch in Zukunft nichts klar ist und jedes Mal der Einzelfall entscheiden muss. Die Gerichte haben sich damit wahrscheinlich eine Menge Arbeit beschert. Denn schließlich besteht nun auch die Möglichkeit Roulette, Blackjack, Sportwetten und andere Gewinne aus Casino Spielen zu besteuern.

Hinzu kommt, dass dieses Urteil und die Begründung bereits vorherigen Entscheidungen wiederspricht. Und damit einfach nichts klar ist. Finanzämter bleiben im Unklaren gelassen und auch Casino Spieler und Poker Profis. Vor allem professionellen Spielern kann man nur empfehlen jede Ausgabe und jeden Verlust genau zu dokumentieren, um bei einer eventuellen Forderung des Finanzamtes alle Mittel in der Hand zu haben, um nicht auf irgendwelche Phantasie Summen Steuern bezahlen zu müssen.

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