Streiks in der Spielbank

Normal heißt es ja beim Roulette „rien ne va plus“ wenn keine Einsätze mehr gemacht werden dürfen. Doch jetzt kann es passieren, dass dies auch für die gesamte Spielbank in Hamburg gilt. Die Croupiers drohen nämlich mit einem Warnstreik. So könnten dann bald wirklich die Kugeln in einer der bekanntesten Spielbanken Deutschlands zum Stillstand kommen.

Bereits jetzt gibt es erste Auswirkungen des drohenden Streiks. Die Poker Meisterschaft, ein sehr prestigeträchtiger Event für das Casino musste bereits abgesagt werden. Sollte es wie geplant zu einem richtigen Warnstreik kommen, dann dürften sowohl die finanziellen Einbußen für die Spielbank Betreibergesellschaft hoch sein wie auch ein Imageschaden drohen.

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Einnahmen Grund für den drohenden Streit in der Spielbank

Wollen wir mal nicht darüber diskutieren, wie es überhaupt zu einem drohenden Streik kommen konnte, sondern lieber warum es so weit gekommen ist. Und dazu muss man das Bezahlsystem der Spielbankangestellten näher betrachten. Die Croupiers und alle anderen werden nicht aus den Einnahmen des Spielcasinos bezahlt, sondern aus dem Tronc. Dabei handelt es sich um das Trinkgeld, welches die Spieler freiwillig geben.

Dieser Tronc wird unter allen Mitarbeitern nach einem bestimmten Schlüssel verteilt. Fällt er nun sehr hoch aus, dann gibt es auch ein sehr hohen Gehalt. Fällt er jedoch niedrig aus, dann wird auch das Gehalt entsprechend angepasst. Jedoch muss kein Angestellter befürchten nichts zu bekommen, sondern es gibt eine Art Mindestgehalt. Falls der Tronc dafür nicht ausreicht, dann geht die Betreibergesellschaft in Vorleistung und bezahlt ihn.

Rückgängige Spielerzahlen und die sinkende Bereitschaft etwas von den Gewinnen abzugeben führt aber immer zu weniger Tronceinnahmen und dementsprechend bekommen sowohl die Mitarbeiter nur den Mindestgehalt und auch die Spielbank muss immer selbst drauf legen. Als Grund wurde bereits vor einigen Jahren die zu bezahlende Abgaben an den Staat bzw. in diesem Fall die Stadt Hamburg gekürzt.

Forderungen von Verdi an die Spielbank Hamburg

Bei einer Gewerkschaft wie Verdi, sehen die Forderungen vor einem Streik immer recht ähnlich aus. So auch im Falle der Spielbank Hamburg. Verdi fordert kürzere Arbeitszeiten, mehr garantierter Gehalt, höhere Nachtzuschläge usw. Und natürlich sind die verantwortlichen Arbeitgeber nicht bereit diese Forderungen zu begleichen. Also droht ein Streik. Besser gesagt ein Warnstreik zunächst.

Um diesen starten zu können muss Verdi zunächst die potentiellen Streikenden befragen. Das sind in diesem Fall nicht viele. Gerade einmal etwas mehr als 300 Mitarbeiter sind in den verschiedenen Dependancen der Spielbank Hamburg beschäftigt. Es scheint auch so, dass diese sehr gerne bereit sind in den Streik zu treten. Was auch wiederum verständlich ist bei drohenden Gehaltskürzungen und einem seit längerem nur noch bezahlten Mindestgehalt.

Auswirkungen auf den Betrieb der Spielcasinos

Sollte es wirklich zu einem Streik kommen, dann sind natürlich die fehlenden Einnahmen der erste Punkt. Schließlich ist der Spielbetrieb dann geschlossen und die Spieler können ihr Glück nicht mit an den Casino Spielen versuchen. Doch dürften diese durchaus zu verkraften sein. Vor allem wenn ein Streik nur wenige Tage dauert.

Problematisch könnte es aber werden wenn über einen längeren Zeitraum nicht gespielt wird. Wenn die Stammgäste kein Roulette, kein Blackjack, kein Poker oder auch keine Automaten mehr spielen können. Dann könnte es durchaus dazu kommen, dass sie nach Alternativen suchen. Und diese heißen dann oftmals Spielhallen oder online Casinos.

Hinzu kommt natürlich auch noch ein richtig dicker Imageschaden. Bereits jetzt wurde die Hamburger Poker Meisterschaft abgesagt. Und darüber wurde in allen Casino Medien ausführlich berichtet. Weitere Veranstaltungen, die nicht stattfinden können werden dem Image der doch recht bekannten Spielbank in Hamburg sicher nicht gut tun. Und dieser Schaden ist dann aktuell noch gar nicht zu beziffern. Die streikenden Mitarbeiter könnten sich also am Ende selbst ins eigene Fleisch schneiden.

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