Tabu Spielsucht

Spielsucht ist ein Problem, doch meist wird sie einfach totgeschwiegen. Die Spieler wollen sich nicht helfen lassen oder sehen ihr Problem gar nicht. Und die Automatencasinos wollen auch nicht darüber reden. So sind es dann auch nicht verwunderlich dass es in Österreich keine wirklichen Zahlen darüber gibt. Wie viele Spieler wirklich ein Problem haben kann nur geschätzt werden.

Mr. Green Spielcasino

um echtes geld spielen

Dabei wird davon ausgegangen dass auf jeden Spieler der bereit ist sich Hilfe zu suchen mindestens sieben weitere Spielsüchtige kommen die nicht bereit sind darüber zu reden. Und diese Zahlen sind noch ziemlich niedrig geschätzt. Andere Experten gehen davon aus, dass die Dunkelziffer noch weitaus höher ist. Alleine in Wien gehen einige davon aus, dass es über 44.000 Betroffene gibt.

Spielautomaten sind das größte Problem

Bei den Spielsüchtigen sind die Casino Spiele gar nicht so das Problem. Viel mehr Spieler spielen an den Slots und Spielautomaten und können von dort nicht mehr aufhören. Dabei sind die Auswirkungen teilweise wirklich dramatisch. Über 80 % der Spieler, die bereit sind sich behandeln zu lassen, geben an über 7.000 Euro Schulden zu haben. 20 % sagen sogar sie haben Schulden über 50.000 Euro. Da braucht man bei den meisten Spielautomaten schon ein wirklich gutes Händchen und eine riesen Glückssträhne im Automaten Casino um dieses Geld wieder einzuspielen.

Vor allem wenn man bedenkt, dass die Einkommen der Spieler entsprechend niedrig sind. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei nur 1.300 Euro. Das dabei eigentlich nicht wirklich was zum Zocken übrig bleiben sollt ist klar, und doch können die meisten ihre Finger nicht davon lassen. Auch der Jobverlust wie bei 20 % und das Ende der Beziehung bei 50 % haben dazu geführt, dass die meisten die Finger vom Spielen lassen wollten.

Migranten eher betroffen

Erstaunlich ist auch, dass vor allem Migranten vom Problem der Spielsucht betroffen sind. Ein Großteil der Problemspieler gibt an selbst in Österreich eingewandert zu sein oder das mindestens ein Elternteil aus dem Ausland stammt. Und gerade bei diesen Menschen zeigt sich, dass sie eher weniger bereit sind sich helfen zu lassen.

Um vor allem Migranten zu erreichen haben sich viele Beratungsstellen ganz besondere Angebote einfallen lassen. So gehören heute Beratungen in Türkischer Sprache und Einzelgespräche in weiteren Sprachen zum Standardangebot. Damit wird versucht auch die Spieler zu erreichen, die eventuell aufgrund einer Sprachbarriere sich nicht in die Beratung trauen.

 

Artikel:
Tabu Spielsucht
Datum:
Autor:
9.00 / 10 von 1 Stimmen1

Kommentare zu Tabu Spielsucht