Von Blackjack Dealer betrogen

Nicht nur Spieler müssen sich vor Betrügern in Casinos fürchten. Auch die Betreiber lokaler Spielbanken haben es in letzter Zeit immer schwerer. Vertrauen in ihr Personal zu haben, das dürfte derzeit eine der schwierigsten Herausforderungen überhaupt sein. Natürlich werden schon bei der Einstellung der Mitarbeiter große Anforderungen gestellt, doch eine Sicherheit gibt es trotzdem nicht. Schon vor einigen Wochen ist es zwei Bellagio Casino Dealern gelungen, das Haus und diverse Kunden übers Ohr zu hauen. Gemeinsam mit zwei als Spielern getarnten Komplizen gelang es ihnen, sich auf Kosten des Casinos um rund 1,5 Millionen Dollar zu bereichern.

Dealer betrügt Casino nach Jahrzehnten

Inzwischen ist ein neuer, ähnlicher Fall in Connecticut bekannt geworden. Wieder handelt es sich um einen Blackjack Dealer, in den das Haus sein Vertrauen gesetzt hatte. Der mittlerweile 52 Jahre alte Roy Mariano arbeitet seit den ersten Stunden im Jahr 1996 für die Spielbank Mohegan Sun, die sich mitten in Connecticut befindet (USA). Negative Erfahrungen haben die Betreiber mit ihm nie gemacht – bis vor einigen Wochen klar wurde, was passiert war. Der gute Ruf eilte Mariano bei Kunden, Kollegen und Chefs voraus. Niemand hätte also damit gerechnet, wie viel kriminelles Potential in dem Mann steckt. Freiwillig hatte er sich vor einiger Zeit dazu entschlossen, nicht mehr Vollzeit zu arbeiten. Also wurde gemeinsam mit ihm ein Teilzeitvertrag vereinbart, der offensichtlich für den Sinneswandel sorgte.

Vetrauen in Angestellte hinfällig

An dem Betrug soll Marlene Rivera, eine siebenfache Mutter und Freundin des Angestellten, beteiligt sein. Gemeinsam haben sie sich aufgrund des nun wegfallenden Einkommens dazu entschieden, ihre Kasse auf nicht legalem Wege aufzubessern. So gelang es ihnen durch ein paar Tricks am Blackjack Tisch, fast 80.000 Dollar zu ergaunern. Die Methode, mit der die beiden an den Plan herangingen, war nach Aussagen der Experten gar nicht mal so schlecht durchdacht. Trotz allem dauerte es nur einige Tage, bis der Betrug aufgefallen ist.

Job weg – Gerichtsverhandlung steht bevor

Inzwischen hat Mariano seinen Job komplett verloren, auf den er wegen einer Behinderung so dringend angewiesen war. Er sowie seine Freundin müssen sich bald vor Gericht verantworten. Das Schlimme: Sie schieben sich die Schuld gegenseitig in die Schuhe und legen bisher kein Geständnis ab.

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