Weniger illegales Glücksspiel

Das Problem mit dem illegalen Glücksspiel lässt sich weltweit nur sehr schwer eindämmen. Allerdings geht Oberösterreich seit geraumer Zeit neue Wege – und die sind offensichtlich extrem effektiv. Als Vorreiter macht sich das Land deshalb einen Namen, weil vor allen Dingen die Finanzpolizei sowie die zuständigen Bezirkshauptmannschaften schwere Geschütze gegen unerwünschte und nicht lizenzierte Betreiber vorgehen.

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Oberösterreich sagt illegalen Glücksspielen den Kampf an

Glaubt man der Aufstellung der eigens für diesen Zweck eingerichteten Webseite, dann gibt es inzwischen nur noch halb so viele illegale Standorte wie noch vor drei Jahren. Das verdankt Oberösterreich speziellen Maßnahmen und sehr harten Konsequenzen. Bis dato waren unglaublich viele Standorte auf dem Vormarsch, die unerlaubterweise Geräte aufstellten – darunter auch dutzende Café Casinos. Die Vergleichszahlen sind ein positives Zeichen. 2012 begann die Finanzpolizei damit, nach illegalen Unternehmen der Glücksspielbranche zu recherchieren und diese auf der besagten Plattform zu listen. Zu Beginn zählte man noch 185 Standorte und rund 625 Geräte, die ohne Konzession betrieben wurden. Nun gab es im März 2015 die Veröffentlichung der aktuellen Zahlen. Und siehe da: Lediglich 98 Betreiber machen es Oberösterreich noch immer schwer. Sie lassen derzeit weniger als 500 Geräte laufen. Der Spielautomaten Rückgang ist ein echter Erfolg, doch noch gibt man sich natürlich nicht zufrieden.

Erfolg spricht für sich

Seit 2012 sind in Oberösterreich 1176 Spielgeräte konzessioniert – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Diese Geräte sind allesamt mit dem Bundesrechenzentrum verbunden, der gewährleisten soll, dass mit fairen Mitteln gespielt wird. Die Qualitätssicherung hat dabei einen hohen Stellenwert. Vor allen Dingen geht es aber auch darum, Spielern faire Chancen zu beobachten und sie zu schützen, wenn das Spielverhalten überdurchschnittlich hoch ist. Die Geräte können unter den vergebenen Lizenzen ganze zehn Jahre lang betrieben werden. Wie es danach weitergeht, entscheidet das Land kurzfristig.

Beispielhafte Ergebnisse – rund 50% Rückgang

Oberösterreich geht in jedem Fall mit gutem Beispiel voran. Hilfreich wäre es, wenn sich auch weitere Teile Österreichs sowie die umliegenden Nachbarländer ein Beispiel an den Maßnahmen nehmen würden. Erst dann scheint es möglich, dem illegalen Glücksspiel endgültig den Kampf anzusagen – und damit letztlich vor allen Dingen den lizenzierten Unternehmen das Überleben in der Branche zu sichern.

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